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Sicher im SPNV: Angebote und Tipps für Fahrgäste

Der NWL setzt sich dafür ein, die Sicherheit an Bahnhöfen und in den Zügen in Westfalen-Lippe zu erhöhen. Neben Maßnahmen, wie einer modernen Videoüberwachung oder Sicherheitsschulungen für die Mitarbeitenden im Schienenpersonennahverkehr (SPNV), bietet der NWL Angebote und Tipps für Fahrgäste, um das eigene Sicherheitsempfinden zu stärken.

Eine Menschenmenge an einem Bahnhof, die gerade in einen blauen Zug einsteigt. Der Fokus liegt auf einer Frau in einem orangefarbenen Mantel, während andere Passagiere im Hintergrund sichtbar sind.

Sicherheit: Was heißt das überhaupt?

Im ÖPNV ist Sicherheit mehr als nur die Abwesenheit von Kriminalität. Um ein gemeinsames Verständnis von dem Begriff zu entwickeln, sollte zwischen objektiver und subjektiver Sicherheit unterschieden werden. Für den NWL hat beides den gleichen Stellenwert.
 

Objekte Sicherheit: Fakten und Zahlen 

Alle Vorfälle, die statistisch erfasst sind, geben einen Hinweis auf objektive Sicherheit. Der Blick auf die Zahlen verrät: Der ÖPNV ist ein sicherer Ort. Im Vergleich zu anderen Bereichen des öffentlichen Lebens passieren in Bus und Bahn seltener Delikte. Das zeigen bundesweite Erhebungen wie beispielsweise die Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD), die polizeiliche Kriminalstatistik oder der landesweite NRW-Sicherheitsbericht des Kompetenzcenters Sicherheit NRW. Der NWL nimmt jeden Vorfall ernst und arbeitet gemeinsam mit den Partnern daran, die Sicherheit für Fahrgäste und Personal weiter zu erhöhen.

 

Subjektive Sicherheit: Emotionen 

Oft unterscheidet sich das persönliche Sicherheitsempfinden von der statistischen Lage. Schon Regelverstöße, wie lautes Pöbeln, Rauchen in Verbotszonen oder starke Verschmutzungen, können zu einem Gefühl der Unsicherheit führen. Das Ziel des NWL ist es deshalb, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Fahrgäste jederzeit wohlfühlen. Dazu gehören saubere Züge und Bahnhöfe genauso wie ein respektvoller Umgang miteinander.

Zivilcourage zeigen: Tipps und Trainings für richtiges Verhalten

Alle können zu mehr Sicherheit beitragen. Wer eine kritische Situation beobachtet, sollte nicht wegschauen. 

  • Nehmen Sie Blickkontakt zur betroffenen Person auf. 
  • Fragen Sie, ob Hilfe benötigt wird.
  • Bitten Sie weitere Umstehende um Mithilfe.
  • Sprechen Sie auch Personal an oder nutzen Sie Notrufeinrichtungen.
  • Prägen Sie sich Merkmale von Tätern ein. 
  • Halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand zu Täter oder Täterin.
  • Greifen Sie nicht unüberlegt ein und provozieren Sie Täter oder Täterin nicht: Zivilcourage bedeutet auch, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen!

 

An wen können sich Fahrgäste im Notfall wenden?

Im Zug können Fahrgäste jederzeit das Personal ansprechen oder die Notrufsprechstellen nutzen. An kommunalen Bahnhöfen gibt es Notrufsäulen. In akuten Gefahrensituationen sollte immer die 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr/Rettungsdienst) gewählt werden.

Jetzt muTiger werden: Trainingsangebot für mehr Zivilcourage

Zusammen mit der Polizei haben Fachexperten der muTiger-Stiftung ein Schulungskonzept entwickelt, das Menschen dazu befähigt, sicher und effektiv zu helfen, ohne sich selbst zu gefährden. Interessierte können sich sowohl für die Online- als auch die Basistrainings in Präsenz anmelden. Die Teilnehmenden lernen bewusst hinzusehen, richtig zu handeln und gemeinsam einzuschreiten, um Menschen zu schützen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. 

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Eine Hand drückt den Knopf eines Informationsstandes an einem Bahnhof. Der Stand hat zwei Funktionen, eine für Notrufe in rot und eine für die Informationsanfrage in blau.
© Fokus Bahn NRW

Sicherheitsführungen im SPNV

Für ein sicheres Gefühl am Bahnhof und in Zügen: Die Sicherheitsführungen im NWL-Gebiet vermitteln wertvolle Tipps in Stresssituationen und mehr. Fahrgäste können sich kostenlos anmelden und erleben einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des Nahverkehrs.

Häufige Fragen zur Sicherheit im SPNV

Wie lässt sich die Sicherheit im ÖPNV messen?

Die Sicherheit wird anhand objektiver Kriminalitätsstatistiken und durch Befragungen zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Fahrgäste gemessen. Beide Werte sind entscheidend, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Das Kompetenzcenter Sicherheit NRW (KCS) hat 2024 eine Befragung zur subjektiven Sicherheit durchgeführt und im Sicherheitsbericht NRW 2024 veröffentlicht. Ziel war es, die Faktoren zu identifizieren, die das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste beeinflussen – plus die Weiterentwicklung der Erfassung objektiver Daten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, gezielte Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl die objektive Sicherheit erhöhen als auch das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste stärken.

Was tut der NWL gegen Vandalismus und Verschmutzung?

Der NWL setzt auf Reinigung und Instandsetzung durch die betroffenen Partner, um Vandalismusschäden zeitnah zu beseitigen. Damit es gar nicht dazu kommt, werden präventiv robuste, schmutzabweisende Materialien eingesetzt und Videoüberwachung zur Abschreckung installiert.