Was ist das Zielnetz?
Ein landesweiter Plan für die Weiterentwicklung des SPNV in zwei Stufen: 2032 als erster großer Schritt mit dichteren Takten und neuen Verbindungen, 2040 als Perspektive mit weiteren Verdichtungen. Das Zielnetz richtet Angebot und Ausbau am Bedarf der Fahrgäste aus – und dient allen Beteiligten als gemeinsame Orientierungsgrundlage und als Richtlinie für den zukünftigen Ausbau der Infrastruktur.
Vorteile für die Fahrgäste
Das Angebot hält mit der Nachfrage Schritt – mehr Züge für mehr Bedarf
Anschlüsse werden besser, Umstiege einfacher – auch zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln
Verkürzte Reisezeiten
Anbindung von Kommunen, die bisher keinen SPNV-Anschluss besitzen
Nachhaltiges Reisen wird schneller und verlässlicher – für bessere Lebensqualität in Stadt und auf dem Land
Drei Fakten zum Deutschlandtakt
- Was ist das?
Ein bundesweiter, abgestimmter Fahrplan mit festen Takten und optimalen Übergängen an Knotenbahnhöfen. Ein Paradigmenwechsel in Planung und Bau der Eisenbahninfrastruktur des Bundes. Der Deutschlandtakt folgt dem Prinzip: Erst der Fahrplan, dann davon abgeleitet die notwendige Infrastruktur. - Was bringt das?
Kürzere Reisezeiten, verlässliche Anschlüsse, weniger Wartezeiten. - Was bedeutet das für NRW?
Das Zielnetz 2040 setzt auf die Planungen des Bundes zum Deutschlandtakt auf, und optimiert auf dieser Grundlage den Schienenpersonennahverkehr im bevölkerungsreichten Bundesland Deutschlands und ganz konkret in der Region Westfalen-Lippe.
Zielnetz 2032
Bis 2032 wird die Taktfrequenz auf zahlreichen Linien erhöht. So profitieren Reisende von kürzeren Umstiegs- und Wartezeiten. Neue Direktverbindungen verkürzen die Reisezeiten erheblich und machen das Nahverkehrsangebot attraktiver. Viele Stationen werden modernisiert und barrierefrei gestaltet, einige sogar komplett neu errichtet, um den Bedürfnissen aller Fahrgäste gerecht zu werden. Durch die Reaktivierung stillgelegter Strecken werden Orte und Regionen, die bislang ohne Bahnanschluss waren, wieder in das Netz integriert und damit besser erreichbar.
- Dichtere Takte auf wichtigen Korridoren
- Neue Direktverbindungen
- Modernisierte, barrierefreie Stationen
Zielnetz 2040
Das Zielnetz 2040 bildet aufbauend auf den Planungen des Deutschlandtaktes eine langfristige Perspektive, um den SPNV in NRW zu verbessern. Bevor dies jedoch geschieht, steht eine umfassende Fahrplan-Robustheitsprüfung an: ein rigoroser Stresstest, der die Stabilität der Betriebsqualität prüft. Umfang und Tempo aller geplanten Vorhaben hängen maßgeblich von den Finanzierungsentscheidungen seitens Bund und Land ab.
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Was bedeutet das für Westfalen-Lippe?
Im NWL-Gebiet greifen S-Bahn-Konzepte, Reaktivierungen und neue Stationen ineinander. Verkehrsknoten werden gestärkt, ländliche Räume besser angebunden, Pendlerstädte wie Münster entlastet. So kann im Raum des NWL mehr Verkehr von der Straße auf klimafreundliche Verkehrsträger wie die Schiene verlagert und neue Nutzer für den Nahverkehr gewonnen werden.
S-Bahn-Konzepte
Mit den Konzepten zur S-Bahn Münsterland und der S-Bahn OWL stärkt der NWL die Schiene. Ziel ist es, bessere Verbindungen und ein zuverlässiges Angebot für die Menschen in der Region zu schaffen.
Reaktivierungen
Reaktivierungen bringen für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecken wieder zurück ins Nahverkehrsnetz. Der NWL setzt aktuell drei Reaktivierungsprojekte in seinem Verbandsgebiet um.
Stationsentwicklung
Gut durchdachte Bahnstationen machen Wege einfacher: Barrierefrei, sicher, übersichtlich – mit kurzen Umstiegen zu Bus, Rad und Carsharing. Der NWL begleitet den Prozess der Planung und Umsetzung.
Bausteine der Umsetzung
Taktverdichtung auf Hauptachsen
Neue Direktverbindungen und Liniendurchbindungen
Reaktivierungen stillgelegter Strecken
Modernisierung bestehender und Bau neuer Stationen
Elektrifizierung und alternative Antriebe
Digitale Technik und Ausbau (ESTW, ETCS, Gleise/Weichen)
