Mit der Integration des Konzepts für die S-Bahn OWL in die Gesamtplanung für das landesweite Zielnetz 2032/40 ist bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht. Als nächstes folgt eine Machbarkeitsstudie, die klärt, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen die S-Bahn OWL perspektivisch hat. Ist das Ergebnis positiv, können Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten geprüft und die Detailplanung gestartet werden.
Linien und Knoten im Überblick

Zu den Kerngebieten der S-Bahn OWL gehören Gütersloh, Bielefeld, Herford, Minden, Lübbecke, Paderborn und Höxter. Insgesamt wurden zehn Korridore untersucht. Einige von ihnen reichen über das Netz der S-Bahn OWL hinaus, um die Region Ostwestfalen-Lippe optimal mit dem umliegenden Regional- und Fernverkehr zu verknüpfen.
Auch die Strecke Harsewinkel – Gütersloh – Verl, die momentan reaktiviert wird, soll Teil der S-Bahn OWL werden.
S-Bahn OWL im Zielnetz 2032/40
2032:
Dichterer Takt auf wichtigen Linien, neue Direktverbindungen, modernisierte und barrierefreie Stationen
2040
Weiteres Angebotsplus im Rahmen des Zielnetzes, mehr Kapazität und stabilere Knoten mit kürzeren Umsteigezeiten
Ziele des Projekts „S-Bahn OWL“
Ziel der S-Bahn OWL ist es, den Menschen in der Region eine bessere, nachhaltige Mobilität und Steigerung der Lebensqualität zu ermöglichen. Das Angebot sorgt für eine grundsätzliche Verbesserung auf allen Schienenachsen und schließt neue Haltepunkte ein. Die S-Bahnen bedienen alle Halte und werden teilweise durch Expresszüge ergänzt. Durch die Verlängerung von Linien sowie die Überlagerung mehrerer Linien entstehen mehr Direktverbindungen, ein dichterer Takt und kürzere Reisezeiten. Außerdem werden bislang schienenferne Räume eingebunden.
Emissionsminderung durch umweltfreundliche Antriebstechnologien
Verkehrsmix: Intelligente Kombination aller Verkehrsträger
Verkehrswende: Förderung durch attraktive nachhaltige Nahverkehrsangebote
Vernetzung: Auch schienenferne Räume besser anbinden
Deutschlandtakt:
Kurz erklärt
Der ist ein bundesweit integrierter Taktfahrplan. Alle Linien und Verkehrsmittel sind darin bestmöglich aufeinander abgestimmt. Züge treffen sich an Knoten immer zur gleichen Minute, Busse und andere Angebote schließen zeitlich passend an. So gelingen Umstiege ohne lange Wartezeiten.
Dabei gilt: „Erst der Fahrplan, dann der Ausbau.“ Das bedeutet: Aus dem Zielangebot wird abgeleitet, welche Infrastruktur nötig ist (zusätzliche Gleise, Weichen, digitale Leit- und Sicherungstechnik).
Das Land NRW hat die Vorgaben in seinen Zielnetzen 2032 und 2040 berücksichtigt. Daran richtet sich auch das Konzept der S-Bahn OWL aus. Das Ergebnis: kürzere Reisezeiten, verlässliche Anschlüsse, bessere Verknüpfung über Landesgrenzen.
Aktuelles zum Projekt
Mehr zu diesem Thema
S-Bahn Münsterland
Reaktivierungen in Westfalen-Lippe
