Das Münsterland stellt die Weichen für die Verkehrswende
Die S-Bahn Münsterland verfolgt drei klare Ziele:
- ein vernetztes Mobilitätsangebot,
- eine leistungsfähige Infrastruktur,
- und hohe Lebensqualität für die Menschen in der Region.
Bis 2040 sollen zwei von drei Wege im Münsterland emissionsfrei zurückgelegt werden. Die S-Bahn Münsterland leistet dazu einen zentralen Beitrag: Sie wird vollständig lokal emissionsfrei mit Ökostrom und modernen Fahrzeugen unterwegs sein.

Knotenpunkt Münster Hauptbahnhof
Herzstück des S-Bahn-Netzes ist der Hauptbahnhof Münster, der schon heute für die Zukunft ausgebaut wird. Weitere wichtige Knotenpunkte sind die Bahnhöfe Münster Zentrum Nord und Münster-Hiltrup – beide mit guten Umsteigemöglichkeiten zu Bussen, Radstationen und Verleihsystemen. Zwischen Münster Zentrum Nord und Münster-Hiltrup liegt die sogenannte Stammstrecke. Dabei handelt es sich um den innerstädtischen Abschnitt, auf dem S-Bahnen künftig im 15-Minuten-Takt fahren, bevor sie sich ins Umland verzweigen.
Neun Linien für die Region
Zum System S-Bahn Münsterland gehören insgesamt neun Linien, die Münster mit dem Umland verbinden. Viele existieren bereits heute als Regionalbahn- oder Regionalexpresslinien. Durch engere Takte und zusätzliche Haltepunkte wird das Angebot aber deutlich attraktiver. Auf Strecken ohne Oberleitung fahren künftig moderne Batteriezüge – Dieselfahrzeuge gehören dann der Vergangenheit an. Mit der Reaktivierung der „Strecke Münster – Sendenhorst“ entsteht außerdem eine weitere neue Linie im S-Bahn-System.

Die neun S-Bahn-Linien im Überblick
S 1: Münster Hbf – Dortmund Hbf
Die Linie S1 ersetzt die heutige RB 50 (Hellweg-Netz). Sie führt von Münster Hbf über Werne nach Dortmund Hbf. Bis 2040 ist ein zweites Gleis zwischen Münster-Amelsbüren und Werne vorgesehen – Grundlage für einen 30-Minuten-Takt zwischen Münster Hbf und Werne.
S 2: Münster Hbf – Dülmen
Die Linie S2 ersetzt den nördlichen Teil der heutigen RE 42 (Haard-Achse) zwischen Münster Hbf und Dülmen. Ab Dülmen fahren weiterhin Regionalexpress-Züge bis Essen Hbf.
S 3: Münster Hbf – Coesfeld
Auf der Strecke Münster – Coesfeld wird schon in der Vorstufe ein 30-Minuten-Takt eingeführt. Statt Dieselfahrzeuge fahren künftig batterie-elektrische S-Bahn-Züge.
S 4: Münster Hbf – Gronau – Enschede
Die Linie S4 ersetzt die heutige RB 64 (Euregio-Bahn). Zunächst wird ein 30-Minuten-Takt bis Gronau eingerichtet. Nach Elektrifizierung an der Grenze soll ein 60-Minuten-Takt zwischen Münster und Zwolle möglich werden. Mit Stufe 1 wird es zudem eine Expresslinie bis in die Niederlande geben.
S 5: Münster-Hiltrup – Rheine
Die Linie S5 ersetzt die RB 65 (Ems-Bahn). Sie verläuft über die Stammstrecke Münster-Hiltrup – Münster Hbf – Münster Zentrum Nord bis Rheine. Zusammen mit der Linie S9 sorgt sie künftig für einen 15-Minuten-Takt auf der Stammstrecke.
S 6: Münster Hbf – Osnabrück Hbf
Die Linie S6 ersetzt die RB 66 (Teuto-Bahn). Die Strecke soll bis Vehrte verlängert werden. Ab 2033 ist ein durchgehender 60-Minuten-Takt bis Vehrte geplant, zwischen Münster und Osnabrück sogar ein 30-Minuten Takt.
S 7: Münster Hbf – Bielefeld Hbf
Die Linie S7 ersetzt die RB 67 (Warendorfer). Auf der Strecke kommen batterie-elektrische Züge zum Einsatz. Schon in der Vorstufe gibt es einen 30-Minuten-Takt bis Warendorf. In Stufe 1 wird dieser bis Rheda-Wiedenbrück ausgeweitet, langfristig bis Bielefeld.
S 8: Münster Hbf – Sendenhorst
Die Linie S8 ist die reaktivierte Verbindung über Münster-Wolbeck nach Sendenhorst. Sie startet als eine der ersten Maßnahmen der Vorstufe – mit einem 20-Minuten-Takt und batterie-elektrischen Fahrzeugen.
S 9: Steinfurt-Burgsteinfurt – Hamm Hbf
Die Linie S9 ersetzt die heutige RB 89 (Ems-Börde-Bahn). Sie führt von Steinfurt-Burgsteinfurt über die Stammstrecke Münster Hbf – Münster-Hiltrup bis Hamm Hbf.
Statusbericht zum Download
Ausbau bis 2040
Bis Ende 2040 wächst das Netz schrittweise weiter: mehr Strecken, kürzere Takte, neue Stationen, moderne Fahrzeuge. Ergänzend verkehren schnelle Regionalexpress-Linien mit Direktverbindungen innerhalb von NRW sowie nach Niedersachsen und in die Niederlande. Die S-Bahn Münsterland wird so zum Herzstück einer klimafreundlichen, komfortablen und vernetzten Mobilität in der Region.
Mehr zu diesem Thema
S-Bahn OWL
Neben der S-Bahn Münsterland arbeitet der NWL mit der S-Bahn OWL an einem weiteren Konzept für einen attraktiven Nahverkehr.
Zielnetz 2032/40
Vom Fahrplan zum Ausbau: Der NWL setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern dafür ein, eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur mit bedarfsgerechten Angeboten zu schaffen.
Reaktivierungen in Westfalen-Lippe
Reaktivierungen bringen für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecken wieder zurück ins Nahverkehrsnetz.
