Zu den Projekten
Reaktivierung der Strecke Münster – Sendenhorst

Die Reaktivierung der Strecke Münster – Sendenhorst schafft eine schnelle Direktverbindung zum Oberzentrum Münster – für den Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte, für Arztbesuche, Einkauf und Freizeit. Die Fahrtzeit von Sendenhorst nach Münster Hauptbahnhof beträgt künftig nur noch 30 Minuten, zwischen Münster-Wolbeck und Münster nur rund 16 Minuten. Auf der nicht elektrifizierten Strecke werden moderne und lokal emissionsfreie Akku-Züge ( ) zum Einsatz kommen.
Die Reaktivierung gehört zur sogenannten Vorstufe der S-Bahn Münsterland – einer Reihe von ersten Maßnahmen, die bereits vor dem Gesamtausbau des S-Bahn-Systems umgesetzt werden und Verbesserungen mit sich bringen. Einer der ersten Schritte umfasst drei Züge pro Stunde und Richtung zwischen Münster Hbf und Münster-Wolbeck sowie zwei Züge pro Stunde und Richtung bis Sendenhorst.
- Verantwortlich für den Ausbau der Strecke ist der Infrastrukturbetreiber, die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE), mit der wir eng zusammenarbeiten.
- Das Projekt ist integraler Bestandteil der landesweiten Betriebskonzepte Zielnetz 2032/40.
- Die Strecke gehört zur zukünftigen S-Bahn Münsterland.
Reaktivierung der Strecke Harsewinkel – Gütersloh – Verl
Die Wiederinbetriebnahme der Strecke Harsewinkel, Gütersloh und Verl schafft eine umstiegsfreie Verbindung zwischen zentralen Zielen. Die Bahn ergänzt künftig den Busverkehr und bietet eine bequeme Anbindung an den Regional- und Fernverkehr ab Gütersloh Hauptbahnhof. Auch Innenstädte, Ausbildungsstätten, medizinische Einrichtungen und Arbeitgeber wie Bertelsmann, Miele, CLAAS oder Nobilia werden besser erreichbar. Auf nicht elektrifizierten Abschnitten kommen umweltfreundliche Akku-Züge (BEMU) zum Einsatz, die lokal emissionsfrei unterwegs sind.

Es wird insgesamt 9 Halte geben:
Harsewinkel
- Bahnhof
- Marienfeld
Gütersloh
- Blankenhagen
- Hauptbahnhof
- Carl-Miele-Straße
- Die Welle
- Spexard
Verl
- Eiserstraße
- Bahnhof
- Verantwortlich für die Ertüchtigung der Strecke ist der Infrastrukturbetreiber, die Teutoburger Wald Eisenbahn GmbH (TWE), Teil der RDC Germany.
- Das Projekt ist integraler Bestandteil der landesweiten Betriebskonzepte Zielnetz 2032/40.
- Die Strecke soll perspektivisch eine Linie der zukünftigen S-Bahn OWL werden.
Reaktivierung der Strecke Recke – Osnabrück
Die Reaktivierung der Strecke Recke – Osnabrück schafft eine Verbindung über die Landesgrenze hinaus: Sie verbindet künftig das Tecklenburger Land mit dem niedersächsischen Oberzentrum Osnabrück. Dort sollen die Züge am Hauptbahnhof und der Station Altstadt halten. Geplant ist werktags ein Halbstundentakt von morgens bis abends. Zum Einsatz kommen Akku-Triebwagen (BEMU), die auch auf den nicht elektrifizierten Abschnitten einen lokal emissionsfreien Betrieb erlauben.

Die geplanten Haltepunkte im Überblick
- Recke
- Schlickelde/Espel
- Mettingen
- Westerkappeln
- Lotte Wersen
- Lotte Büren/Kromschröder
- Lotte Büren/Eversburg
- Osnabrück Altstadt
- Osnabrück Hauptbahnhof
- Verantwortlich für den Ausbau der Strecke ist der Infrastrukturbetreiber, die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM).
- Um die länderübergreifende Reaktivierung möglich zu machen, arbeiten wir eng mit der LNVG, dem niedersächsischen Aufgabenträger, zusammen.
- Das Projekt ist integraler Bestandteil der landesweiten Betriebskonzepte Zielnetz 2032/40.
Zielnetz und
Zusammenarbeit
Jedes einzelne Reaktivierungsprojekt stellt einen wichtigen Schritt hin zum landesweiten Zielnetz 2032/40 dar und ist verzahnt mit regionalen Mobilitätsprojekten wie der S-Bahn Münsterland und S-Bahn OWL.
Planung und Umsetzung erfolgen gemeinsam: Der NWL koordiniert und übernimmt die Abstimmung mit den Beteiligten, die Infrastruktureigentümer planen und ertüchtigen die Strecke, Kommunen gestalten Umfeld und Anbindungen, Partner wie ZVM und VVOWL sorgen für eine optimale Verknüpfung mit dem Busverkehr, Land und Bund werden als Finanzierer gewonnen.
Mehr erfahrenSchienePLUS: Zusammenarbeit für eine vernetzte Region
SchienePLUS ist eine Initiative des NWL und unserer Partner in Westfalen-Lippe. Zusammen treiben wir den Ausbau des SPNV und Reaktivierungsprojekte in der Region voran. Mit einem ganzheitlichen Ansatz verfolgen wir das gemeinsame Ziel, die Mobilität in der Region zu verbessern, die Wirtschaft zu stärken, die Lebensqualität zu erhöhen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten – auf der Schiene und darüber hinaus.
Die Webpräsenz SchienePLUS bündelt Informationen zu konkreten Projekten. Zu jeder Maßnahme gibt es kompakte Dossiers mit Hintergründen, Karten der geplanten Haltepunkte, Meilensteinen und News – unter anderem zur S-Bahn Münsterland, S-Bahn OWL sowie den Reaktivierungen Münster–Sendenhorst, Harsewinkel–Gütersloh–Verl und Tecklenburger Nordbahn.
Weitere Vorhaben in Prüfung: Machbarkeitsstudien
Weitere Reaktivierungs- und Ausbauvorhaben prüft der NWL mit seinen Partnern zunächst in Machbarkeitsstudien: Die Entscheidung für oder gegen ein Projekt basiert auf der Faktenlage hinsichtlich Bedarf, Nutzen und Kosten. Machbarkeitsstudien zeigen grundlegend: Wo gibt es Potenzial für ein Reaktivierungsprojekt? Welche Möglichkeiten gibt es? In welchem Verhältnis stehen Kosten und Nutzen?
Mehr erfahrenMehr zu diesem Thema
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