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Reaktivierungen im NWL: Lücken schließen, Netze stärken 

Reaktivierungen bringen für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecken wieder zurück ins Nahverkehrsnetz. Solche Wiederinbetriebnahmen verlagern Wege von der Straße auf die Schiene und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Verkehrswende und Klimaschutz. Besonders in den ländlich geprägten Teilen des NWL-Gebiets erhalten Städte und Gemeinden dadurch besseren Anschluss. Grundlage sind vorhandene Trassen: Dämme, Bauwerke und Linienverläufe lassen sich nutzen. Je nach Zustand ist es mehr oder weniger aufwendig, die Strecke für den erneuten Betrieb fit zu machen. In der Regel müssen Haltepunkte und Stationen sowie Leit- und Sicherungstechnik modernisiert oder komplett neu gebaut werden. 

Türkiser Regionalzug hält am Bahnhofsgleis, während Fahrgäste mit Fahrrädern am Bahnsteig warten und einsteigen.

Reaktivierung der Strecke Münster – Sendenhorst

Die Reaktivierung der Strecke Münster – Sendenhorst schafft eine schnelle Direktverbindung zum Oberzentrum Münster – für den Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte, für Arztbesuche, Einkauf und Freizeit. Die Fahrtzeit von Sendenhorst nach Münster Hauptbahnhof beträgt künftig nur noch 30 Minuten, zwischen Münster-Wolbeck und Münster nur rund 16 Minuten. Auf der nicht elektrifizierten Strecke werden moderne und lokal emissionsfreie Akku-Züge () zum Einsatz kommen.

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Eine Bahn fährt hinter gelb blühnenden Blumen entlang. Auf den Blumen sitzen Bienen.
© Smilla Dankert

Reaktivierung der Strecke Harsewinkel – Gütersloh – Verl

Die Wiederinbetriebnahme der Strecke Harsewinkel, Gütersloh und Verl schafft eine umstiegsfreie Verbindung zwischen zentralen Zielen. Die Bahn ergänzt künftig den Busverkehr und bietet eine bequeme Anbindung an den Regional- und Fernverkehr ab Gütersloh Hauptbahnhof. Auch Innenstädte, Ausbildungsstätten, medizinische Einrichtungen und Arbeitgeber wie Bertelsmann, Miele, CLAAS oder Nobilia werden besser erreichbar. Auf nicht elektrifizierten Abschnitten kommen umweltfreundliche Akku-Züge (BEMU) zum Einsatz, die lokal emissionsfrei unterwegs sind.

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Eine gerade Bahnstrecke vor blühenden Wiesen.
© Smilla Dankert

Reaktivierung der Strecke Recke – Osnabrück

Die Reaktivierung der Strecke Recke – Osnabrück schafft eine Verbindung über die Landesgrenze hinaus: Die Tecklenburger Nordbahn verbindet künftig das Tecklenburger Land mit dem niedersächsischen Oberzentrum Osnabrück. Dort sollen die Züge am Hauptbahnhof und der Station Altstadt halten. Geplant ist werktags ein Halbstundentakt von morgens bis abends. Zum Einsatz kommen Akku-Triebwagen (BEMU), die auch auf den nicht elektrifizierten Abschnitten einen lokal emissionsfreien Betrieb erlauben.

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Eine idyllische Hügellandschaft im Abendlicht.
© Smilla Dankert

Machbarkeitsstudien

Damit eine Bahnstrecke reaktiviert werden kann, muss sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Ist eine Reaktivierung technisch möglich, gibt es genügend Nachfrage und rechnet sich das Projekt wirtschaftlich? Diese und weitere Fragen werden zunächst in einer Machbarkeitsstudie untersucht.

Ablauf einer Reaktivierung

Von der Idee bis zur Inbetriebnahme: Reaktivierungen folgen klaren Schritten. Erhält ein Projekt nach der Machbarkeitsstudie grünes Licht, folgen verschiedene Planungsphasen. Danach erst folgen die Baumaßnahmen und schließlich die Inbetriebnahme.