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Veröffentlicht 17.09.2026

  • Veranstaltungen & Termine

Reaktivierung der Strecke Harsewinkel – Gütersloh – Verl:
Sonderfahrten im historischen Schienenbus 

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) lädt Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 27. September 2026, zu kostenfreien Sonderfahrten in einem historischen Schienenbus ein. Der fast 70 Jahre alte „rote Brummer“ pendelt mehrmals zwischen Harsewinkel, Gütersloh (Gütersloh Nord) und Verl mit zusätzlichen Halten in Marienfeld, Blankenhagen und Spexard. So können die Fahrgäste bequem von Harsewinkel und Verl nach Gütersloh zur Michaeliswoche und zurück fahren. Dort erwarten sie an diesem Tag ein verkaufsoffener Sonntag, die Michaeliskirmes und das Straßenkünstlerfestival „Gütersloher Straßenfiffi".

Jetzt Fahrpläne ansehen und anmelden unter sonderfahrten.nwl-info.de.

Die Strecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) soll für den Personenverkehr reaktiviert werden. Seit Ende der 1970er-Jahre fahren hier keine regulären Personenzüge mehr. Durch die Reaktivierung entsteht künftig ein schnelles, umweltfreundliches Mobilitätsangebot zwischen den drei Städten. Im historischen Schienenbus erleben die Bürgerinnen und Bürger der Region schon jetzt einen nostalgischen Vorgeschmack auf die künftige Verbindung.

Aus Norden fährt der Schienenbus von Harsewinkel über Marienfeld und Blankenhagen bis zum Halt „Gütersloh Nord" direkt neben dem Gütersloher Hauptbahnhof. Aus Süden geht es von Verl über Spexard nach Gütersloh Nord. Den vollständigen Fahrplan mit allen Fahrten finden Interessierte unter sonderfahrten.nwl-info.de. Aufgrund der begrenzten Sitzplätze ist für jede einzelne Hin- bzw. Rückfahrt eine separate Online-Anmeldung erforderlich. Die Teilnehmenden erhalten bei Verfügbarkeit nach der Buchung ihr personalisiertes Ticket per E-Mail. Wer nur in eine Richtung im Schienenbus mitfährt, kommt mit demselben Ticket dank freundlicher Unterstützung des Kreis Gütersloh kostenfrei per Bus hin oder zurück: Das personalisierte Ticket gilt am selben Tag für Fahrten mit der 71, 73 und 85. Diese fahren halbstündlich (Linien 73 und 85) nach Verl bzw. stündlich (Linie 71) nach Harsewinkel.

Der Uerdinger Schienenbus der Baureihe VT 98 zeigt, wie Bahnfahren früher war, mit allen Eigenheiten: Er fährt mit Diesel, ist nicht barrierefrei und hat keine Toilette. Für Fahrräder ist kein Platz, Kinderwagen passen nur zusammengeklappt hinein. Die Fahrzeuge auf der in Reaktivierung befindlichen Strecke werden dagegen modern ausgestattet sein. Künftig werden dort batterieelektrische Triebzüge (, Battery Electric Multiple Unit) eingesetzt. Auf der nicht elektrifizierten Strecke fahren sie mit Akku-Antrieb. Das sorgt für einen lokal emissionsfreien und geräuscharmen Betrieb. Alle Fahrzeuge und alle Stationen an der Strecke werden künftig barrierefrei sein.

Regulär fahren zwischen Harsewinkel, Gütersloh und Verl heute nur Busse. Die Sonderfahrt im historischen Schienenbus braucht von Harsewinkel oder Verl bis Gütersloh Nord jeweils rund 25 Minuten. Die neuen Züge schaffen die Fahrt künftig in rund 17 Minuten, für die gesamte Strecke benötigen sie 39 Minuten. Ohne Umsteigen erreichen Fahrgäste die drei Innenstädte und große Arbeitgeber wie Bertelsmann, Miele, CLAAS und Nobilia. An den neuen Halten sind Mobilstationen geplant, etwa mit Fahrradstellplätzen, Sharing-Angeboten und Park-and-Ride-Plätzen. Die Reaktivierung entlastet auch die Straßen: Laut Gutachten wird sie jährlich über sechs Millionen Autokilometer einsparen. Für den Ausbau der Strecke ist die Teutoburger Wald Eisenbahn GmbH (TWE) als Infrastrukturbetreiber verantwortlich.

Mehr Informationen zur Reaktivierung