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Veröffentlicht 17.06.2024

Sicherheit & Qualität

NRW-Sicherheitsbericht 2023: Nachhaltige Maßnahmen für eine sichere Mobilität im Schienenpersonennahverkehr

Der NRW-Sicherheitsbericht 2023 zeigt deutliche Fortschritte bei der Sicherheit im Regionalverkehr. Doch trotz vieler positiver Entwicklungen gibt es eine besorgniserregende Tendenz: die zunehmenden Übergriffe auf Zugpersonal, insbesondere in den Abendstunden. Diese Angriffe sind absolut inakzeptabel und werden mit höchster Priorität angegangen. Die Maßnahmen der Sicherheitsteams NRW tragen maßgeblich zur Verbesserung der Sicherheitslage bei und sind von entscheidender Bedeutung, um das Vertrauen in den Schienenpersonennahverkehr zu stärken.

Im ihrem aktuellen Sicherheitsbericht dokumentieren die nordrhein-westfälischen Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und go.Rheinland zusammen mit dem Kompetenzcenter Sicherheit (KCS) des Landes NRW die Sicherheitslage im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für das Jahr 2023. Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist der leichte Rückgang sicherheitsrelevanter Vorfälle, auch bedingt durch den Wegfall der Maskenkontrollen. Demgegenüber stehen allerdings Berichte der (EVU), die einen Anstieg der Übergriffe auf Zugpersonal und Kundenbetreuer und -betreuerinnen verzeichnen.

Nach dem pandemiebedingten Einbruch steigen die Fahrgastzahlen wieder und erreichen teilweise bereits das Niveau vor Corona. Positiv ist dabei, dass die Anzahl von Sachbeschädigungen sowie tätlichen Angriffen im Vergleich zum Vorjahr abgenommen hat. Allerdings haben die Übergriffe auf das Zugpersonal einiger EVU zugenommen, auch die Intensität von Eskalationen ist gestiegen. 

Um den Schutz der Fahrgäste und des Fahr- und Begleitpersonals weiter zu verbessern, ist ein flächendeckender und dauerhafter Einsatz der Sicherheitsteams NRW erforderlich. Diese bieten dem Zugpersonal wertvolle Unterstützung und erhöhen durch ihre Präsenz die Sicherheit im Zug. Die vom Land NRW finanzierten Sicherheitsteams begleiten bereits EVU-übergreifend und zu allen Tageszeiten das Zugpersonal im Regionalverkehr. Während der Europameisterschaft übernehmen sie zudem eine besondere Rolle, indem 60 Sicherheitskräfte in 15 Viererteams die etwa 2.300 in NRW tätigen Kundenbetreuerinnen und -betreuer sowie die Bundespolizei landesweit unterstützen.

Trotz einer leichten Verbesserung der Sicherheitslage im ÖPNV im vergangenen Jahr haben Ordnungswidrigkeiten wie aggressives Betteln, Belästigungen und Verunreinigungen zugenommen. Auch das Fahren ohne gültiges Ticket, das sogenannte „Erschleichen von Leistungen“, ist mit einem Plus von 3.500 Vorfällen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Um dem entgegenzuwirken, sind proaktive Maßnahmen wie Schwerpunktkontrollen und Kontrollen zu besonderen Anlässen erforderlich.

Die im Sicherheitsbericht beschriebenen Maßnahmen unterstreichen das entschlossene Engagement aller Beteiligten, die Mobilität in NRW auch in Zukunft sicher und zuverlässig zu gestalten. Gemeinsam arbeiten die Verantwortlichen daran, dass das Reisen auch in Zukunft sicher bleibt. Der Einsatz der Sicherheitsteams sowie die enge Zusammenarbeit mit Verkehrsunternehmen und Polizei sind dabei wesentliche Elemente, um die Sicherheit im SPNV kontinuierlich zu verbessern und das Vertrauen der Fahrgäste zu stärken.

Mehr Infos zum Sicherheitsbericht NRW 2023 

Mehr Infos zum Projekt „Mehr Sicherheit“