Veröffentlicht 06.05.2025
Mehr Stabilität und Verlässlichkeit für den Nahverkehr in Westfalen-Lippe: NWL ist neuer Gesellschafter der eurobahn
Seit dem 6. Mai ist der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Interimsgesellschafter der eurobahn GmbH & Co. KG. Die eurobahn bleibt weiterhin für den Betrieb im vertraglich vereinbarten Umfang zuständig.
Seit dem 6. Mai ist der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Interimsgesellschafter der eurobahn GmbH & Co. KG. Der Vertrag zur vorübergehenden Übernahme des Eisenbahnverkehrsunternehmens ( ) durch den NWL wurde am heutigen Dienstag im Rahmen eines Notartermins in Münster offiziell von den beiden Partnern besiegelt. Seitens NWL zeichneten die stellvertretende Geschäftsführerin Christiane Auffermann und der stellvertretende Verbandsvorsteher Carsten Rehers, für die eurobahn leisteten die Vorsitzende Geschäftsführerin Anne Mathieu und der Technische Geschäftsführer Karsten Schulz ihre Unterschriften. Mit diesem Schritt sichert der NWL die langfristige Handlungsfähigkeit der eurobahn am Nahverkehrsmarkt in einer herausfordernden wirtschaftlichen Situation.
Während der Verband künftig die Rolle des Gesellschafters übernimmt, bleibt die eurobahn weiterhin für den Betrieb im vertraglich vereinbarten Umfang zuständig. Ziel der Interimsübernahme ist es, in den kommenden Jahren einen neuen Investor für das Unternehmen zu gewinnen. Gleichzeitig hat der NWL als weiterhin klare Anforderungen an seinen Vertragspartner: Auch in seiner neuen Rolle als vorübergehender Gesellschafter des EVU erwartet der Verband in seiner Funktion als Besteller von Verkehrsleistungen, dass die eurobahn zeitnah wieder zur umfänglichen Erbringung des vertraglich vereinbarten Angebots zurückkehrt.
Mehr wirtschaftliche Stabilität und damit langfristige Perspektiven für die eurobahn-Belegschaft sowie höhere Attraktivtät für potenzielle Käufer des Unternehmens sollen durch die gezielte Anpassung verkehrsvertraglicher Rahmenbedingungen erreicht werden. Formale Voraussetzung dafür ist eine Interimsübernahme durch den NWL, die nach umfassender Risikoprüfung als bestmögliche Lösung hervorgegangen war.
„Die Basis für den Weg aus der wirtschaftlichen Schieflage der eurobahn ist durch die heute mit Vertragszeichnung erfolgte Anpassung der Verkehrsverträge gelegt worden,“ betont Christiane Auffermann, stellvertretende Geschäftsführerin des NWL. „Unsere doppelte Verantwortung als Gesellschafter und Aufgabenträger werden wir sehr bewusst wahrnehmen – und gemeinsam das Ziel verfolgen, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und einen zuverlässigen Nahverkehr in der Region zu sichern.“
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