Veröffentlicht 08.03.2024
Kommunales Mobilitätsmanagement: Breites Interesse an Beratung und Vernetzung
Kommunen auf dem Weg zur Mobilitätswende zu begleiten – das ist die Aufgabe des Zukunftsnetz Mobilität NRW. Die Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe gibt einen detaillierten Überblick zu Schwerpunkten und Erfolgsfaktoren des Jahres 2023.
Eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung vor Ort zu gestalten – das ist die Aufgabe kommunalen Mobilitätsmanagements. Ziel ist die Schaffung attraktiver nachhaltiger Mobilitätsangebote in den Kommunen sowie verlässlicher Anbindungen der ländlichen Räume an die Städte. Die Koordinierungsstelle Westfalen Lippe des Zukunftsnetz Mobilität NRW (ZNM) unterstützt die Kommunen dabei, den Transformationsprozess mit Angeboten aus dem Bereich des Change-Managements zu gestalten. Dies gelingt durch eine Vielzahl von Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsangeboten, mit denen das das ZNM seine Mitgliedskommunen bei Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung unterstützt.
Diese Angebote stoßen auf große Nachfrage bei den mittlerweile über 170 Mitgliedskommunen in Westfalen-Lippe: Für das Jahr 2023 verzeichnet die Koordinierungsstelle eine deutliche Steigerung von Beratungsanfragen, Gesprächen sowie Durchführung von Veranstaltungen und weiterer Angebote.
Von der Beratung bis zur Durchführung: Erlebbare Ergebnisse nachhaltiger Mobilitätsentwicklung
Um die Mitgliedskommunen bei Projekten und Maßnahmen in den verschiedenen Themenfeldern des Mobilitätsmanagements zu beraten und zu unterstützen, bietet die Koordinierungsstelle unterschiedliche Formate, Programme und Produkte an. Die Themenfelder sind dabei vielfältig: In den Disziplinen Stadt- & Dorfentwicklung, Kommunale Mobilitätskonzepte, Verkehrsplanung, Vernetzte Mobilität, Zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement, Betriebliches Mobilitätsmanagement, Europäische Mobilitätswoche und „Kommunikation gestalten“ bietet das ZNM eine Vielzahl von Beratungsangeboten. Dabei steht die Beachtung regionaler Aspekte ebenso im Fokus wie der Hinweis auf die Beratung zu relevanten Fördermöglichkeiten.
Das ZNM hat im vergangenen Jahr diverse Kommunen in Westfalen-Lippe bei der Erarbeitung einer integrierten Gesamtstrategie zum Thema Mobilität – dem kommunalen Mobilitätskonzept – unterstützt. Sichtbar wird das Unterstützungsangebot des ZNM durch die Inbetriebnahme neuer Mobilstationen in Westfalen-Lippe: Im Jahr 2023 wurden viele Kommunen intensiv bei der konzeptionellen Planung, der optischen Gestaltung, bei Entwicklung der Ausschreibungsmaterialien sowie bei der Gewinnung von Fördermitteln beraten und unterstützt. Die Basis bildet dabei das Mobilstationsgutachten des NWL. Zudem profitieren die Kommunen von der intensiven Zusammenarbeit der Abteilungen Infrastrukturförderung und ZNM. Ein wesentlicher Bestandteil beim Aufbau eines flächendeckenden Mobilstationsnetzes stellt das digitale Buchungs- und Zugangssystem für B+R-Anlagen von NWL und go.Rheinland dar: In elf Kommunen in Westfalen-Lippe wurden neue Fahrradabstellanlagen von radbox.nrw in Betrieb genommen. Auch hier unterstützte das ZNM von der Planung bis zur Umsetzung, in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Marketing & Digitale Kundensysteme des NWL.
Wissenserwerb, Dialog und Austausch im Zentrum der Vernetzung
Besonders erfreulich ist das kontinuierliche Interesse aus der Kommunalpolitik der Städte, Gemeinde und Kreise am digitalen Format „Kommunalpolitik trifft Wissenschaft – Dialog Mobilitätswende“. In der monatlich wiederkehrenden Abendveranstaltung referieren Wissenschaftler regelmäßig vor über 150 interessierten Zuhörern zu aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung zu Themen des Mobilitätsmanagements.
Die Mobilitätsmanager der Kommunen informierten und vernetzten sich zudem im vergangenen Jahr in über 30 Fachgruppen und Austauschformaten zu einer Vielzahl verschiedenster Themenfelder des Mobilitätsmanagements. Die sowohl in Präsenz als auch digital stattfindenden Veranstaltungen boten einen geeigneten Rahmen für zielgerichteten fachlichen Input, regelmäßige und intensive Diskussionen und Meinungsbildung sowie für das Erarbeiten von Lösungsansätzen – teilweise auch mit starken Referenten, die Expertenwissen und Best-Practice-Beispiele vermittelten. Drei landesweite Fortbildungen mit Schwerpunkten Betriebliches Mobilitätsmanagement, Nachhaltige Mobilität in der Wohnbaulandentwicklung und Schulisches Mobilitätsmanagement ergänzten das Angebot zum Wissenserwerb maßgeblich.
Ausblick des Netzwerkes in die Zukunft
Auch in den folgenden Jahren wird die Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe ihre Unterstützungsangebote und die bilaterale Zusammenarbeit mit den Kommunalverwaltungen fortsetzen und verstetigen. Bestehende Angebote und Prozesse werden regelmäßig auf Aktualität geprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Aktuelle Herausforderungen in den Kommunalverwaltungen und in der Kommunalpolitik, wie die kommunale Finanzkrise und der Fachkräftemangel, fließen in die tägliche Arbeit ebenso mit ein, wie der Zuschnitt der Angebote auf regionale Anforderungen. Immer mit dem Ziel, die Mobilitätswende in den Kommunen bestmöglich zu unterstützen und so einen wichtigen Beitrag für die klimaneutrale und nachhaltige Mobilität der Menschen in NRW zu leisten.