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Veröffentlicht 23.09.2025

Nachhaltigkeit & Mobilitätswende

„EMW macht Schule“ – Schulwege im Fokus der Europäischen Mobilitätswoche 2025

Wie können Kinder und Jugendliche sicher, eigenständig und nachhaltig in ihrem Heimatort unterwegs sein? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) 2025 in Nordrhein-Westfalen.

Vom 16. bis 22. September wurden Schulhöfe, Straßen und Klassenzimmer zu Lern- und Erlebnisorten rund um das Thema Mobilität – etwa durch temporäre Schulstraßen, Gesprächsrunden mit Eltern, Fahrradtrainings oder die Einrichtung von Elternhaltestellen. Dabei wurde deutlich: Die Mobilitätswende beginnt schon auf dem Schulweg.

Das Ziel: Kommunen und Schulen stärker miteinander zu vernetzen, um gemeinsam die Mobilität junger Menschen sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit dem Motto „EMW macht Schule“ rückte das Zukunftsnetz Mobilität NRW in diesem Jahr das schulische Mobilitätsmanagement in den Fokus.

Im Gebiet des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) nahmen über 50 Mitgliedskommunen des Zukunftsnetz Mobilität NRW mit vielfältigen Aktionen teil und zeigten Flagge für nachhaltige Mobilität von morgen.

Pilotkommunen machen es vor

Drei Mitgliedskommunen erhielten vom ZNM eine Vorreiterrolle: Krefeld, Lünen und Jülich. Sie wurden bei der Planung, Vorbereitung und Umsetzung ihrer Aktionen während der EMW vom Team des Zukunftsnetz Mobilität NRW und seinen Partnern eng begleitet – vom Auftaktworkshop über begleitende Beratungen bis hin zu Abschlussworkshop und Reflexion. Aus den gewonnenen Erfahrungen wird ein praxisnaher Leitfaden entwickelt, der auch anderen Kommunen zukünftig als Orientierung dienen soll.

NRW-Ministerien zu Besuch in Lünen

Die Initiative stand unter einer doppelten Schirmherrschaft: Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, sowie Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, setzten ein klares Zeichen für die enge Verbindung von Bildungs- und Verkehrspolitik. 

Bei ihrem Besuch an der Elisabethschule in Lünen informierten sich Vertreterinnen und Vertreter der beiden NRW-Ministerien gemeinsam mit NWL-Bereichsleiter Nils Werner über die temporäre Einrichtung von Schulstraßen in Kombination mit Elternhaltestellen. Denn Elterntaxis sind zwar manchmal unvermeidbar, führen aber häufig zu Verkehrschaos, behindern Schulbusse und gefährden Kinder sowie andere Verkehrsteilnehmende. Mit solchen Maßnahmen soll der Schulweg für alle sicherer werden. 

Zusätzlich unterstützte der Kreis Unna die Schulweginitiative u.a. mit der Postkarten-Aktion "früh übt sich". Hier konnten Kinder Stempel für Wege sammeln, die sie per Rad, Roller oder zu Fuß zurücklegten. Dazu gab‘s die VCD-Mobifibel frisch gedruckt mit vielen Tipps, wie Kinder sicher und selbstständig mobil werden.

Weitere Aktionsbeispiele der Europäischen Mobilitätswoche 2025 in Westfalen-Lippe

Folgende Mitgliedskommunen in Westfalen-Lippe haben mit vielfältigen Aktionen an der Europäischen Mobilitätswoche 2025 teilgenommen:

EMW als Plattform für innovative Mobilitätsprojekte 

Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) bietet Kommunen die Möglichkeit, ihre nachhaltigen Mobilitätsangebote sichtbar zu präsentieren und praktisch erlebbar zu machen. Ihr Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern neue Perspektiven auf ihr Mobilitätsverhalten zu eröffnen und den engen Zusammenhang mit mehr Lebensqualität deutlich zu machen. Seit 2019 begleitet das Zukunftsnetz Mobilität NRW seine Mitglieder dabei mit kostenfreien Aktionsboxen, Kreativworkshops und Beratungen rund um die Aktionswoche. Die Bedeutung der EMW nimmt kontinuierlich zu. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in ganz Deutschland 196 Kommunen an der Aktionswoche – mehr als 100 davon allein in Nordrhein-Westfalen.

Über das Zukunftsnetz Mobilität NRW 

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist für Kommunen in Nordrhein-Westfalen ein zentraler Akteur in der nachhaltigen Mobilitätsentwicklung und spielt eine Schlüsselrolle in der Organisation und Koordination der Europäischen Mobilitätswoche in NRW.

Das Unterstützungsnetzwerk ist Ansprechpartner für Kommunen in NRW in allen Bereichen der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsangebote. Mit kostenlosen Beratungsangeboten, Workshops, Schulungen und konkreten Aktionsmaterialien hilft das Netzwerk dabei, Mobilitätskonzepte umzusetzen und die Mobilitätswende voranzutreiben.

Aktuell sind 343 Kommunen im Land Mitglied. Getragen wird das Unterstützungsnetzwerk von den Verkehrsverbünden und Zweckverbänden Nahverkehr Westfalen-Lippe, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und go.Rheinland. Gefördert wird das Netzwerk vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Unfallkasse NRW.

© Foto: ZNM/Smilla Dankert