Detail

08.05.2024
Betrieb & Verkehr

Reduzierter Fahrplan der Eurobahn: Verbesserungen in die Wege geleitet

Seit vier Wochen gilt auf den Linien RB 65, RB 66, RB 67, RE 78 und RE 82 der Eurobahn ein reduzierter Fahrplan. Der NWL evaluiert die Qualität des Angebots und steuert, soweit möglich, nach. Erste Optimierungsmaßnahmen sind nun in die Wege geleitet.

Seit dem 8. April fährt die Eurobahn auf mehreren Linien ein reduziertes Fahrplankonzept. Trotz der der personalbedingten Reduzierung von Verkehrsleistungen wird weiterhin ein verlässliches Grundangebot bereitgestellt. So können Fahrgäste auf andere Linien ausweichen und zum Teil auch eingerichtete Ersatzverkehre mit Bussen nutzen. Die Reise bleibt auf diese Weise planbar, der Umfang ungeplanter Ausfälle ist erheblich gesunken. 

So hat sich die Quote der ungeplanten Ausfälle von teilweise über 10 % auf durchschnittlich 1,70 % verbessert. Insbesondere die vor dem Ausdünnungskonzept entscheidende Ausfallursache der „personalbedingten Ausfälle“ ist deutlich reduziert worden. Das Ziel des Konzeptes ist damit erreicht. Nichtsdestotrotz stellen die Ausdünnungen einen deutlichen Einschnitt im Zugangebot der betroffenen Regionen dar. Der NWL überwacht dies und steuert bei Problemlagen, wenn möglich, nach. Daraus resultieren folgende Anpassungen:

Schnellbus zur Anbindung Kreis Lippe und Kapazitätserhöhung RB 72

Zur besseren Anbindung des Kreises Lippe wird ab dem 13.05.2024 ein Schnellbus Bielefeld – Detmold eingerichtet. Dieser startet stündlich zur Minute 35 (09:35 Uhr – 20:35 Uhr) in Detmold und verkehrt ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof Bielefeld. In die Gegenrichtung startet der Bus zur Minute 40 in Bielefeld (07:40 Uhr – 19:40 Uhr). Die geplante Fahrzeit zwischen Bielefeld und Detmold beträgt 55 Minuten. Damit wird ein Anschluss zu wichtigen Fernverkehrsverbindungen hergestellt. Neben der Einrichtung des Schnellbusses wird auch die Kapazität der RB 72 (Herford – Paderborn) erhöht. Bislang wurden auf fast allen Fahrten 180 Sitzplätze angeboten. Bereits seit dem 29.04.2024 verkehren zwei Drittel der Fahrten mit 300 bzw. 360 Sitzplätzen.

Die Linie RE 82 erbringt weiterhin wie geplant vier morgendliche Fahrten. Dies sind: Bielefeld – Horn-Bad Meinberg (Mo-Fr, Abfahrt 06:28 Uhr), Horn-Bad Meinberg – Bielefeld (Mo-Fr, Abfahrten 06:27 Uhr und 07:31 Uhr) sowie Detmold – Bielefeld (Mo-Fr und So, Abfahrt 08:40 Uhr).

Zusätzliche Anschlussmöglichkeiten der RB 67

Die Linie RB 67 endet von Münster kommend bereits in Rheda-Wiedenbrück. Eine Weiterfahrt war mit der Linie RE 6 geplant. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Pünktlichkeit des RE 6 nicht ausreicht, um zeitnah die Fahrt in Richtung Gütersloh / Bielefeld fortsetzen zu können. Ebenfalls hat sich gezeigt, dass die aktuell eingesetzten Busse zwischen Gütersloh und Isselhorst-Avenwedde kaum nachgefragt waren. Daher wird ab dem 13.05.2024 ein neuer Ersatzverkehr Herzebrock – Gütersloh Hbf – Isselhorst-Avenwedde – Bielefeld-Brackwede eingerichtet. Dadurch wird Herzebrock direkt an die Kreisstadt Gütersloh angebunden. Im Falle einer fehlenden Reisealternative durch den RE 6 kann mit dem Ersatzverkehr ebenfalls in Richtung Bielefeld gefahren und am Bahnhof Brackwede auf die Linien RB 74 und RB 75 oder die Bielefelder Stadtbahnlinie 1 umgestiegen werden.

Einzelne zusätzliche Fahrten Münster – Osnabrück an Wochenenden

Im reduzierten Fahrplan kann samstags die erste Fahrt von Münster nach Osnabrück (Abfahrt Münster: 06:03 Uhr) nicht mehr angeboten werden. Als Alternative wird seit dem 20.04.2024 eine neue Fahrt um 05:30 Uhr ab Münster mit der Linie RB 66 angeboten, welche an allen Zwischenhalten hält und bis nach Osnabrück fährt. Auch in der Gegenrichtung soll eine abendliche Fahrt, hier mit der Linie RE 2, ergänzt werden. Die Planungen dazu laufen. Ziel ist, freitags und samstagabends die Anschlüsse im Bahnhof Osnabrück abzuwarten und dann gegen 22:45 Uhr mit Bedienung aller Halte nach Münster zu fahren.

Zusätzliche Halte der Linie RE 2 in Kattenvenne nicht möglich

Durch den Entfall von Leistungen der Linie RB 66 sind insbesondere Fahrgäste in Kattenvenne (und Natrup-Hagen) zusätzlich belastet, da die Linie RE 2 in einigen Zeitlagen nicht in Kattenvenne hält. Der NWL hat geprüft, ob die Einrichtung zusätzlicher Halte möglich ist, verschiedene Gründe sprechen jedoch dagegen. Zum einen ist aus betrieblichen Gründen – vor allem durch Fernverkehrszüge nicht verfügbare Slots auf der Infrastruktur – ein zusätzlicher Halt nur bei wenigen Zügen möglich. Bereits heute hält die Linie RE 2 in den nachfragestarken Zeiten am Bahnhof Kattenvenne. Dies gilt in Richtung Münster zu den Zeiten 06:04 Uhr, 07:05 Uhr und 08:07 Uhr sowie für die Ankunft aus Richtung Münster zu den Zeiten 15:52 Uhr, 16:51 Uhr und 17:52 Uhr. Zum anderen könnte durch einen zusätzlichen Halt und die damit verbundene Verlängerung der Fahrzeit der Anschluss der Linie RE 2 an die Linie RE 60 Richtung Hannover in Osnabrück nicht mehr realisiert werden, sodass diese Reisekette für viele Fahrgäste verloren ginge.