Sicherheit im Schienenpersonennahverkehr
Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Während die Verkehrsunternehmen für die Sicherheit in ihren Fahrzeugen und Anlagen verantwortlich sind, arbeitet der NWL eng mit den anderen SPNV-Aufgabenträgern, Polizei- und Ordnungsbehörden sowie sozialen Trägern zusammen. Das gemeinsame Ziel: Prävention, schnelle Hilfe und konsequentes Handeln – für ein sicheres Gefühl während der Reise. Im SPNV wird das erreicht durch:
Präsentes Personal
Die Kundenbetreuer sind nicht nur für Tickets und Fahrplanauskünfte zuständig, sondern helfen auch als Ansprechpartner bei Problemen: Sie sind geschult in Deeskalation, halten die Augen offen für schwierige Situationen und greifen ein, bevor Konflikte entstehen.
Videoüberwachung
Moderne Videotechnik an Stationen schreckt potenzielle Täter ab und hilft dabei, Straftaten aufzuklären. Die Aufzeichnungen werden unter strenger Einhaltung der Datenschutzbestimmungen genutzt.
Notruf- und Informationssäulen
An kommunalen Bahnhöfen und in allen Zügen finden die Fahrgäste die Möglichkeit, einen Notruf abzusetzen – in Gefahrensituationen können sie sich so schnell und direkt mit der Leitstelle oder dem Zugpersonal verbinden.
Sauberkeit und Beleuchtung
Gepflegte und gut ausgeleuchtete Züge und Stationen wirken sich unmittelbar auf das subjektive Sicherheitsempfinden aus. Deswegen investiert der NWL kontinuierlich in die Instandhaltung und Reinigung der Anlagen.
So setzt sich der NWL für Sicherheit ein
In Westfalen-Lippe und Nordrhein-Westfalen werden zahlreiche Sicherheitsprojekte für den SPNV umgesetzt. Der NWL ist daran aktiv beteiligt, indem er sich in landes- und bundesweiten Arbeitskreisen einsetzt sowie Konzepte und Maßnahmen entwickelt. So unterstützt er einerseits die Arbeit der Behörden und wirkt andererseits unmittelbar für den Fahrgast. Zu den Maßnahmen gehören:
Sicherheitsdatenbank NRW (Sidaba)
Über die Sicherheitsdatenbank NRW, kurz Sidaba, können Mitarbeitende im SPNV sicherheitsrelevante Vorfälle melden. Diese werden erfasst, analysiert und standardisiert ausgewertet – um so Sicherheitslagen besser einschätzen und entsprechend reagieren zu können.
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Sicherheitsberichte NRW
Einmal jährlich erscheint der Sicherheitsbericht NRW. Darin werden aktuelle sicherheitsrelevante Entwicklungen und Maßnahmen im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen umfassend dargestellt. Die Berichte entstehen in Zusammenarbeit der , des Kompetenzcenters Sicherheit NRW und des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.
Zu den Berichten
Sicherheitsteams NRW
Die Sicherheitsteams NRW sind unterstützend zum Zugpersonal im landesweiten SPNV unterwegs. Der Einsatz der Teams wird übergreifend durch das Kompetenzcenter Sicherheit NRW und die drei Aufgabenträger koordiniert – je nach aktueller Sicherheitslage.
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IHK-Qualifikation „Sicherheitskraft im ÖPNV“ (SiK ÖPV)
In Zusammenarbeit mit der IHK Nord Westfalen haben die drei Aufgabenträger und das Kompetenzcenter Sicherheit NRW die Qualifikation zur „Sicherheitskraft im ÖPNV“ entwickelt. Die Teilnehmenden erhalten in diesem praxisnahen Lehrgang u. a. Techniken rund um Konfliktmanagement und Deeskalation.

Angebote und Tipps für Fahrgäste
Der NWL setzt sich dafür ein, die Sicherheit an Bahnhöfen und in den Zügen in Westfalen-Lippe zu erhöhen. Neben übergeordneten Maßnahmen bietet der NWL Angebote und Tipps für Fahrgäste, um das eigene Sicherheitsempfinden zu stärken. Dazu gehören u. a. die kostenlosen Sicherheitsführungen, um Fahrgäste für den Umgang mit Gefahrensituationen zu sensibilisieren.
Alle InfosQualität im Schienenpersonennahverkehr
Für ein attraktives und hochwertiges Angebot auf der Schiene in Westfalen-Lippe ist die Qualität ein wesentliches Kriterium. Der NWL erarbeitet deshalb bereits bei den Ausschreibungen der Betriebsleistungen wesentliche Gütekriterien, die auf eine langfristige Verbesserung des Systems abzielen. Die tatsächlich erbrachten Betriebsleistungen der werden hinsichtlich Qualität und Güte eng kontrolliert – bei Abweichungen von Verkehrsleistungen kommt es z. B. zu Pönalen. Neben den Leistungen auf der Schiene liegt ein weiteres Augenmerk des NWL auf der Qualität der Stationen in der Region, etwa auf der Sauberkeit und auf der Funktionalität.
Zur Qualität von Stationen und BetriebLandesweite Zusammenarbeit
Auch auf Situationen wie den Fachkräftemangel, der spürbare Auswirkungen auf die Qualität hat, reagiert der NWL: Gemeinsam mit den anderen Akteuren des SPNV in Nordrhein-Westfalen wurde beispielsweise im Rahmen des Landesprogramms Fokus Bahn NRW das Aktionsprogramm „Personal für mehr Zuverlässigkeit im Betrieb“ ins Leben gerufen.
Nahverkehrslinien im Blick: Der SPNV-Qualitätsmonitor NRW
Wie steht es um die Qualität von S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress? Anhand von verschiedenen Kriterien wie beispielsweise Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit untersuchen die Aufgabenträger für den SPNV in Nordrhein-Westfalen, wie sich das Qualitätsniveau entwickelt. Erfasst werden die Kriterien im SPNV-Qualitätsmonitor NRW, den das Kompetenzcenter (KC ITF) jährlich veröffentlicht. Die Leistung der einzelnen Linien ist so für alle nachvollziehbar.
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Stationen und Betrieb
Einsteigen, losfahren, ankommen: Der erste Eindruck zählt. Der NWL hat die Qualität der Verkehrsstationen und den Betrieb der Fahrzeuge fest im Blick.
Stationsentwicklung in Westfalen-Lippe
Modern, barrierefrei, vernetzt: Für die Entwicklung von Bahnstationen in Westfalen-Lippe begleitet der NWL in Abstimmung mit der DB und den Kommunen verschiedene Maßnahmen.
Kompetenzcenter NRW
Das Land NRW hat vier zentrale Kompetenzcenter eingerichtet, um Qualität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit landesweit zu sichern und stetig zu verbessern. Die Kernthemen: Integraler Fahrplan, Marketing, Sicherheit und Digitalisierung.
