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Mobilität beginnt im Alltag – und ist für jede Zielgruppe anders

Mobilität betrifft alle, aber in unterschiedlicher Weise: Fußgänger bewegen sich anders fort als Radfahrer. Kinder und Jugendliche haben andere Bedürfnisse als Senioren. Zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement greift genau diese Unterschiede auf und entwickelt Lösungen, die sich an den konkreten Anforderungen und Bedarfen orientieren. Zugleich stellt es für Kommunen ein effektives Instrument dar, um Sicherheit und Teilhabe im Alltag zu verbessern und das Mobilitätsverhalten vor Ort wirksam zu steuern. 

Ein Bus der moBiel-Linie an einer Haltestelle, an der Menschen auf den Bus warten, in einer lebhaften urbanen Umgebung.

Warum zielgruppenorientiert denken?

Um dauerhafte Veränderungen im Mobilitätsverhalten zu erzielen, müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen stärker in den Fokus rücken. Kinder und Jugendliche brauchen sichere Wege zu Kindergärten und Schulen, ältere Menschen barrierefreie Zugänge und Berufspendler geeignete Alternativen zum Auto. Alle Zielgruppen stellen dabei individuelle Erwartungen an Sicherheit, Erreichbarkeit und Orientierung. Zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement holt die Menschen in ihrem Alltag ab und fördert eine Mobilität, die bedarfsgerecht, praktikabel und nachhaltig ist.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sollen sich frei, sicher und selbstständig bewegen können – egal ob auf dem Weg zur Schule oder in ihrer Freizeit. Damit das gelingt, müssen sie früh lernen, sich verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. Schulisches Mobilitätsmanagement bedeutet für Kommunen, eng mit Bildungseinrichtungen und Eltern zusammenzuarbeiten, Maßnahmen wie Schulwegpläne, Mitmachaktionen oder Verkehrsbildung zu koordinieren und eine sichere Infrastruktur rund um Schulen und Wohnquartieren zu entwickeln.

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VCD Mobifibel mit regionaler Sonderausgabe für Westfalen-Lippe

Gemeinsam mit dem Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat der NWL die Mobifibel herausgegeben. Sie wird von Kommunen und Lehrkräften genutzt, um Familien praxisnah über das Thema Mobilität zu informieren. Die Broschüre bietet vielfältige Anregungen, wie Kinder sicher zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn unterwegs sein können.

Ein moderner Zug fährt entlang eines Rad- und Wanderweges, gesäumt von Bäumen und einer blauen Himmelstimmung.
© Smilla Dankert

Ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen

Der demografische Wandel muss auch bei kommunalen Mobilitätskonzepten berücksichtigt werden. Barrierefreie Wege, kurze Distanzen und gut lesbare Informationen sind essenziell für eigenständige Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe im Alter. Kommunen können hier gezielt ansetzen – etwa mit angepasster Infrastruktur, Sitzgelegenheiten, Orientierungshilfen oder Formaten wie dem „Rollatortag“. Dieser vertieft den sicheren Umgang mit Rollatoren im Straßenraum sowie in Bus und Bahn und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Menschen.

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Ein Bus der moBiel-Linie an einer Haltestelle, an der Menschen auf den Bus warten, in einer lebhaften urbanen Umgebung.
© Smilla Dankert

Neubürger

Wer neu in eine Stadt oder Gemeinde zieht, ist mit den vorhandenen Angeboten oftmals nicht vertraut. Umso wichtiger ist es, frühzeitig über geeignete Fortbewegungsmittel zu informieren und Wege attraktiv zu machen. Mit gezielten Anreizen wie ÖPNV-Schnuppertickets lassen sich bestehende Mobilitätsroutinen aufbrechen, das Mobilitätsverhalten gezielt beeinflussen und der Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel aktiv vorantreiben.

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Eine ältere und eine jüngere Person betrachten Informationen zu Abfahrten an einem Bahnhof, während ein Ticketautomat im Hintergrund sichtbar ist.
© Smilla Dankert

Berufspendler

Eine Vielzahl der Menschen pendelt täglich zur Arbeit. Kommunen und Arbeitgeber können dazu beitragen, dass diese Wege klimafreundlicher, komfortabler und planbarer werden. Betriebliches Mobilitätsmanagement schafft attraktive, intelligente und verkehrsübergreifende Lösungen mit spürbarem Mehrwert für Unternehmen, Beschäftigte und die gesamte Kommune. 

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Ein farbenfroher Zug der Westfalenbahn steht an einem modernen Bahnhof, während Passagiere in der Nähe stehen. Die Züge haben sichtbare Markenlogos und Signale sind im Hintergrund zu sehen.

Welche Vorteile bietet zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement?

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Erhöhte Sicherheit:

Sichere Schulwege, Barrierefreiheit und eine klare Wegführung reduzieren Unfallrisiken.

Icon für einen Handschlag

Teilhabe:

Kinder und Jugendliche sowie Ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen profitieren von niederschwelligen Mobilitätsangeboten.

Icon Workflow

Verkehrslenkung:

Kommunen können Verkehrsflüsse entzerren und umweltfreundliche Fortbewegungsalternativen stärken.

Icon eines Zugs

Lokale Verkehrswende:

Mit bedarfsgerechten Lösungen setzen Kommunen aktiv Impulse für die Mobilitätswende. 

Mehr über das zielgruppenorientierte Mobilitätsmanagement

Die beim NWL angesiedelte Koordinierungsstelle des Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstützt Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen zum zielgruppenorientierten Mobilitätsmanagement in Westfalen-Lippe. Dokumente zum Download, Informationen zu Fortbildungen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Website des Zukunftsnetz Mobilität NRW.

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