Aufgaben und Schwerpunkte

Slider Image

NWL – Aufgaben und Schwerpunkte

Aufgaben und Schwerpunkte

Um die Mobilität im westfälischen Raum sicherzustellen, hat sich der NWL den Erhalt und Ausbau eines leistungsstarken Nahverkehrssystems zum Ziel gesetzt. Der SPNV wird als ein Baustein einer nachhaltigen Mobilität weiterentwickelt. Darüber hinaus liegt der Fokus des NWL auch beim Aufbau einer vernetzten Mobilität aus nachhaltigen Mobilitätsangeboten.

Der NWL verantwortet die Organisation des SPNV in Nordrhein-Westfalen – darunter fällt auch die europaweite Ausschreibung und Vergabe von Strecken und Netzen sowie die Verpachtung von Fahrzeugen an die Eisenbahnverkehrsunternehmen. Außerdem übernimmt der NWL die ÖPVN-Infrastrukturförderung in Westfalen-Lippe.

Joachim Künzel, Geschäftsführer NWL
"Der NWL setzt sich mit aller Kraft für den Erhalt und Ausbau eines leistungsstarken Nahverkehrssystems im westfälischen Raum ein, um die Mobilität der Menschen in diesem wirtschaftlich starken Teil des Landes sicherzustellen."

Nahverkehrsplan - Vernetzte Mobilität 2025plus

Der Nahverkehrsplan ist ein gesetzlich vorgesehenes Planungsinstrument. Er setzt in der Region Westfalen-Lippe die Standards und Vorgaben für den SPNV aus Regional Express, Regional Bahn und S-Bahn. Diese Kernaufgabe wird mit dem neuen Nahverkehrsplan - Vernetzte Mobilität 2025plus neu interpretiert und erweitert und der NWL zu einem Mobilitätsgestalter im Raum Westfalen-Lippe.

Nähere Informationen zum Nahverkehrsplan - Vernetzte Mobilität 2025plus finden sich hier.

Finanzierung

Der NWL ist als einer der drei SPNV-Aufgabenträger in NRW für die Bestellung und Finanzierung von Verkehrsleistungen auf der Schiene zuständig. Derzeit werden jährlich rund 300 Millionen Euro dafür eingesetzt. Darüber hinaus stehen dem NWL aktuell rund 25 Millionen Euro für die Förderung der ÖPNV-Infrastruktur pro Jahr zur Verfügung. Durch seine erfolgreiche Wettbewerbspolitik ist es dem NWL gelungen, derzeit eine Finanzierung der SPNV-Leistungen sicherzustellen.

Planung

In Westfalen-Lippe bestellt der NWL alle RE-, RB- und S-Bahn-Linien. Er schreibt die Verkehrsleistungen europaweit aus und bestimmt Fahrplan, Betriebszeiten, Takte, planmäßige Anschlüsse, anzufahrende Bahnhöfe und Sitzplatzanzahl. Die Angebotsplanung untersucht, wie das Fahrplanangebot genau sein soll, wie es sich weiterentwickeln kann und was dafür alles verändert werden muss. Teilweise sind für Veränderungen zusätzliche oder neue (schnellere/längere/sprintstärkere) Fahrzeuge oder Anpassungen an der Gleisinfrastruktur, an Bahnhöfen notwendig. Daher umfasst die Angebotsplanung nicht nur den Jahresfahrplan selbst oder die Planung von Baustellen- und Eventverkehren, sondern auch die Vorbereitungen zur Finanzierung der Maßnahmen.

Wettbewerb und Vergabe

Der NWL verfolgt seit seiner Gründung das Ziel des vollständigen Wettbewerbs im SPNV. Die Erfolge der Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen auf der Schiene sind in wirtschaftlicher und qualitativer Hinsicht überzeugend.

Vertragsmanagement

Das Controlling und die Abrechnung der Verkehrsverträge gehören zu den Kernaufgaben des NWL. Hier wird das mit Abstand größte Finanzvolumen im NWL bewegt.

Tarif

Mit der Einführung des WestfalenTarifs zum 01.08.2017 konnte nach vielen Jahren der Vorbereitung ein flächendeckender Gemeinschaftstarif im Raum Westfalen-Lippe realisiert werden, dessen Entstehung der NWL aktiv vorangetrieben hat. Der Bereich Tarif befasst sich insgesamt mit der Weiterentwicklung des WestfalenTarifs, der Preisgestaltung, der Vereinfachung des Tarifs und der Optimierung der Angebotspalette. Dazu gehören die Einführung von neuen Tickets ebenso wie die Anpassung von bestehenden Ticketkonzeptionen an das Marktgeschehen oder an technische Entwicklungen (E-Ticketing, Onlinevertrieb etc.). Der NWL ist über die Verkehrsverträge mit den Eisenbahnunternehmen Gesellschafter sowohl in der WestfalenTarif-GmbH als auch in den regionalen Tarifgeschäftsstellen und kann somit maßgeblichen Einfluss auf die Tarifentwicklung nehmen. Darüber hinaus bringt sich der NWL in die Weiterentwicklung des NRW-Tarifs sowie des DB-Tarifs und sonstiger Tarife, die den SPNV im NWL-Raum betreffen, ein.

Vertrieb

Durch die Ausschreibung des SPNV-Vertriebs und dessen Umsetzung konsequent im Design des WestfalenTarifs konnte der NWL diesen Bereich flächendeckend und kundenfreundlich gestalten. In der Folgezeit gilt es, diese Vertriebsstrukturen kontinuierlich weiter auszubauen.

Infrastrukturförderung

Die Aufgabe der ÖPNV-Infrastrukturförderung versetzt den NWL in die Lage, die Entwicklung des Nahverkehrs im westfälischen Raum ganzheitlich und nachhaltig zu fördern und zu steuern. Durch die Verzahnung von Planung und Förderung von Infrastruktur und SPNV-Betrieb entsteht die Chance, aus kommunaler Struktur heraus eine einheitliche Nahverkehrsstrategie zu entwickeln.

Nähere Informationen zur Infrastrukturförderung und entsprechende Dokumente zum Download finden sich hier.

Kompetenzcenter ITF NRW

Mit der Einrichtung des landesweit tätigen Kompetenzcenters Integraler Taktfahrplan (KC ITF) in Westfalen-Lippe wurde die Verantwortung für die Weiterentwicklung des NRW-Fahrplangerüsts in die Hände des NWL gelegt. Bei den Planungen zum NRW-Taktfahrplan werden unter anderem die Entwicklungen von Angebot und Nachfrage sowie infrastrukturelle Veränderungen berücksichtigt, um mittel- und langfristig eine nachhaltige und gut funktionierende Mobilität in NRW mitzugestalten.

Nähere Informationen zum KC ITF NRW finden sich hier.

Zukunftsnetz Mobilität NRW

Der NWL hat die Trägerschaft des Zukunftsnetzes Mobilität NRW für die bisherigen regionalen Koordinierungsstellen Westfalen in Münster und Ostwestfalen-Lippe in Paderborn als eine Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe in die Abteilung und mit den Sachgebietsleitungen Mobilitätsmanagement Ostwestfalen-Lippe und Münsterland - Ruhr-Lippe in seine Strukturen integriert. Dies soll die Arbeit des Zukunftsnetzes mit dem Hinwirkungsauftrag des NWL auf vernetzte Mobilität verknüpfen und Informations- und Entscheidungsstrukturen in Westfalen-Lippe optimieren.

Das kommunale Mobilitätsmanagement leistet durch die Koordination erforderlicher Abstimmungs- und Informationsprozesse den strategischen Rahmen für den Transformationsprozess. Das „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ unterstützt Kommunen dabei, neue Wege zu lebenswerten Städten und für eine gesicherte Mobilität im ländlichen Raum zu eröffnen.

Nähere Informationen zum Zukunftsnetz Mobilität NRW finden sich hier.

Eigenbetrieb EBINFA

Der NWL hat im Jahr 2015 den Eigenbetrieb Infrastruktur und Fahrzeuge (EBINFA) gegründet. Zweck des Eigenbetriebs ist die Finanzierung von SPNV-Fahrzeugen sowie deren Verpachtung und die Infrastrukturfinanzierung (beispielsweise Stationsmaßnahmen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Streckeninfrastruktur) sowie alle den Betriebszweck fördernden Geschäfte.

Nähere Informationen zum EBINFA finden sich hier.

NWL kompakt.
Abonnieren