Qualitätsbericht 2016 für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht

Umfassende Analyse zum Zustand des Betriebs und der Infrastruktur 2016

Der Qualitätsbericht SPNV NRW 2016 fasst auf 64 Seiten die Betriebs- und Infrastrukturqualität in Nordrhein-Westfalen im zurückliegenden Berichtsjahr zusammen. Das beim NWL in Bielefeld ansässige Kompetenzcenter Integraler Taktfahrplan (KC ITF NRW) ist Herausgeber des Berichtes, welcher jährlich im Auftrag des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (VM) erstellt wird.

Pünktlichkeit der RE-Linien verbessert
Die Linien des Nahverkehrs zeigen 2016 insgesamt eine höhere Pünktlichkeit als im Vorjahr (NRW-weit waren rd. 88% alle Nahverkehrszüge pünktlich). Am höchsten ist die Steigerung bei den RegionalExpress-Linien (+ 4,6 Prozentpunkte), die insgesamt so pünktlich wie zuletzt 2012 verkehrten. Hervorzuheben sind dabei zwei der Rückgratlinien des Landes, der RE 1 (Aachen – Köln – Hamm) und der RE 6 (Düsseldorf - Essen – Minden). Auch die Quoten der RegionalBahnen zeigen für 2016 eine Zunahme der Pünktlichkeit, während die S-Bahnen nach ihrem Rekordjahr 2015 leicht abgenommen haben. Weiterhin beeinträchtigen Trassenkonflikte v. a. mit Fernverkehrszügen und Kapazitätsengpässe v.a. auf den Hauptverkehrsachsen den täglichen Betrieb und erfordern eine gemeinsame Antwort aller Beteiligten für eine zukunftsfähige Lösung dieser Probleme.

Mehr Fahrgäste landesweit auf der Schiene unterwegs
Die Auswertungen zur Entwicklung der SPNV-Nachfrage zwischen 2010 und 2016 zeigen insbesondere auf der Hauptachse zwischen Rheinland und Ruhrgebiet – der zukünftigen RRX-Stammstrecke - starke Fahrgastzuwächse (NRW-weit rd. 10% zwischen 2010 und 2016). Eine wichtige Entscheidung zu dessen Ausbau hat in 2016 das Bundeskabinett mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 getroffen, der die Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte in NRW enthält. Auch die westfälischen Bahnknoten Münster, Hamm und Bielefeld weisen seit 2010 steigende Fahrgastzahlen auf.

Baustellen und fehlendes Personal ließen mehr Züge ausfallen
Zugausfälle in 2016 sind hauptsächlich auf zwei Schwerpunktthemen des vergangenen Jahres zurückzuführen: Ein spürbarer Anstieg der Baustellen im Streckennetz und ein bei mehreren Verkehrsunternehmen zu beobachtender Personalmangel. Baustellen in Düsseldorf und Köln haben 2016 v. a. für die Fahrgäste der S-Bahnen Haltausfälle und Umleitungen bedeutet. Regionalbahnen hingegen fielen häufig aus, weil den Verkehrsunternehmen kurzfristig zu wenig Personal für den Betrieb zur Verfügung stand. Vor allem das Thema Baustellen wird auch in den nächsten Jahren den Schienenverkehr in NRW beeinflussen (s. Baustellenkarte auf Seite 35.1).

Bahnhof des Jahres steht in NRW
Die jährlichen Zustandsbewertungen der rund 770 Verkehrsstationen durch die Aufgabenträger zeigen eine landesweite Verbesserung. Mit 80 Stationen, denen ein „nicht akzeptables Erscheinungsbild“ bescheinigt wird, bleibt der Handlungsbedarf für Verbesserungen durch die Infrastrukturbetreiber weiterhin bestehen.
Ein lobenswertes Beispiel für Qualitätsverbesserungen durch die Modernisierungsprogramme des Landes steht in Westfalen. Mit dem Bahnhof Steinheim (Westf) ist 2016 erstmals ein Bahnhof aus NRW vom Verband „Allianz pro Schiene“ zum Bahnhof des Jahres gekürt worden.

Themenbereiche des Qualitätsberichtes NRW 2016:

Nahverkehr Nordrhein-Westfalen

  • Organisation und Nahverkehrsangebot (Seite 8 – 9)
  • Wettbewerb im SPNV (Seite 10 – 13)
  • Fahrgastentwicklung im SPNV (Seite 14 – 15)

Qualität Nahverkehr

  • Pünktlichkeit im SPNV (Seite 20 – 27)
  • Zugausfälle im SPNV (Seite 28 – 31)
  • Handlungsempfehlungen (Seite 33)
  • Baustellen im Streckennetz (Seite 34)
  • Kundenzufriedenheit im SPNV (Seite 36 – 39)
  • Schlichtungsstelle Nahverkehr (Seite 40 – 41)

Qualität Infrastruktur

  • Zustand des Schienennetzes (Seite 44 – 47)
  • Zustand der Verkehrsstationen (Seite 48 – 51)
  • Bundesverkehrswegeplan 2030 (Seite 52 – 55)

Statistik

  • Ergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren (Seite 58 – 60)

Der Bericht ist als Lang- und Kurzfassung online erhältlich unter http://www.kcitf-nrw.de/service/ sowie beim KC ITF NRW.


Weitere Informationen

Ansprechpartner

  • Uli Beele

    Uli Beele

    – Pressesprecher –

    Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
    Friedrich-Ebert-Straße 19
    59425 Unna
    02303 9526312

    u.beele@nwl-info.de


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