Bahnhof Preußen nach langer Umbauzeit offiziell eröffnet

Unna/Lünen. Seit Mitte 2014 wurde der Bahnhof Preußen komplett erneuert. Im Rahmen des landesweiten Modernisierungsprogramms (MOF 2) erneuerte DB Station&Service den Mittelbahnsteig und erhöhte diesen auf 76 cm, was einen barrierefreien Eingang zu den Fahrzeugen ermöglicht. Außerdem wurde ein neuer Aufzug von der Personenunterführung zum Bahnsteig gebaut, die Unterführung insgesamt modernisiert, die Treppenanalage erneuert und der Bahnsteig mit Wetterschutz, Beleuchtung und Wegeleitsystem neu ausgerüstet. Die Kosten von insgesamt 2,9 Mio. € teilten sich DB/Bund (2,0 Mio. €) und Land NRW (0,9 Mio. €).

Ein Planungsfehler verursachte bei der Ausführung der Baumaßnahme eine Verzögerung von 6 Monaten (April – Oktober 2015). Damit verbunden waren zusätzliche Unannehmlichkeiten für Fahrgäste, die mittels einer provisorischen Fußgängerbrücke auf einen Behelfsbahnsteig geführt wurden. Mit der Inbetriebnahme des Aufzuges konnte die Baumaßnahme Ende 2016 abgeschlossen werden.

Zur Realisierung einer gesamtheitlichen Lösung für den Bahnhof Preußen ermöglichte der NWL gemeinsam mit der Stadt Lünen die Umgestaltung des Durchgangs durch das Bahnhofsgebäude. Kernpunkte waren neben der allgemeinen Sanierung der Fenster- und Oberflächen, die Verlegung des Haupteingangs nach innen und Anlegen von Öffnungen zu den neuen Lichthöfen. Dadurch wurde ein überdachter Eingangsbereich geschaffen, der Weg zum Bahnsteig verkürzt und der Durchgang wird deutlich aufgehellt. Diese Maßnahmen wurden vom NWL mit rd. 300.000 € komplett finanziert.

In einem weiteren Schritt wird die Wiedereröffnung der Personenunterführung zur Bebelstraße angestrebt. Durch diesen neuen West-Zugang wird die Möglichkeit geschaffen, den Bahnhof direkt mit dem Stadtteil Lünen Süd zu verbinden und eine weitere Park + Ride Station zu errichten. Eine Machbarkeitsstudie liegt dazu bereits vor. Gemeinsam mit der Stadt Lünen wird dieses Vorhaben weiter vorangebracht. Der stellvertretender NWL-Verbandsvorsteher Thomas Gemke betont: "Die Fördergelder für den Bahnhof Preußen wurden gut angelegt. Mit rd. 1.500 Ein- und Aussteigern täglich gehört diese Verkehrsstation zu den wichtigen Knotenpunkten in der Region. Ich freue mich, dass wir die Attraktivität des Nahverkehrs in Lünen erheblich steigern können".

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe organisiert den Schienenpersonennahverkehr für über 5 Millionen Einwohner in 16 Kreisen und drei kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe und ist der flächenmäßig größte Aufgabenträger in NRW. Zusätzlich fördert er auch Infrastrukturvorhaben für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr. Dafür stehen ihm jährlich rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Vorrangig werden Vorhaben gefördert, die die Barrierefreiheit herstellen und so insbesondere Personen mit Mobilitätseinschränkungen aber auch zum Beispiel Eltern mit Kinderwagen die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ermöglichen oder vereinfachen.“

Die Bahnhofsmodernisierung ist Teil der Kampagne „#1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW“, die bis 2023 eine Modernisierung von insgesamt 150 Bahnhöfen mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro vorsieht. Bis Ende 2019 sollen 80 Prozent der Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen stufenfrei sein. Eine begleitende Informationskampagne sorgt dafür, dass die Öffentlichkeit rechtzeitig und umfassend über die anstehenden Baumaßnahmen an den Verkehrsstationen in NRW informiert wird. Informationen zu den laufenden Bauprojekten und Modernisierungsvorhaben an den einzelnen Bahnhöfen sind zu finden unter: www.1von150.de


Weitere Informationen

Ansprechpartner

  • Uli Beele

    Uli Beele

    – Pressesprecher –

    Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
    Friedrich-Ebert-Straße 19
    59425 Unna
    02303 9526312

    u.beele@nwl-info.de


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