KC ITF veröffentlicht Qualitätsbericht SPNV NRW 2010

Teil 1 des nordrhein-westfälischen Qualitätsberichtes enthält das Langsamfahrstellen-Monitoring für das Jahr 2010.

Der Zustand des Schienennetzes in Nordrhein Westfalen ist eine wesentliche Grundlage für ein attraktives, pünktliches Angebot im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Den Bestellern bzw. Aufgabenträgern fehlte bislang jedoch die Möglichkeit, eigene Analysen zur Infrastrukturzustand vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund erarbeitete der NWL im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen seit 2008 in Abstimmung mit den Aufgabenträgern VRR und NVR die ersten Netzzustandsberichte NRW. Im letzten Jahr wurde erstmals eine Analyse der Langsamfahrstellen (La-Stellen) im nordrhein-westfälischen Schienennetz veröffentlicht. Da die Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems Eisenbahn stark von der Infrastrukturqualität abhängig ist, sind die Ergebnisse der Untersuchungen auch für die Arbeiten des KompetenzCenter Integraler Taktfahrplan NRW (KC ITF NRW) von grundlegender Bedeutung. Um an dieser Stelle Synergien zu ermöglichen, hat das KC ITF NRW die Fortschreibung des im letzten Jahr erstmals veröffentlichten La-Monitorings übernommen. Die Ergebnisse des La-Monitorings 2010 liegen in Form des Qualitätsbericht SPNV Nordrhein-Westfalen 2010 - Teil 1: Langsamfahrstellen-Monitoring vor.

Hauptgegenstand des Qualitätsberichtes ist die Analyse der unterjährig auftretenden Geschwindigkeitsbeschränkungen durch temporäre Langsamfahrstellen. Diese sind nicht Bestandteil des Verzeichnis der zulässigen Geschwindigkeiten (VzG), welches die Planungsgrundlage für das gesamte Fahrplanjahr darstellt. Aus diesem Grund können jene Langsamfahrstellen negative Auswirkungen auf die Fahrplanstabilität haben, insbesondere wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen. Der Qualitätsbericht SPNV NRW beinhaltet außerdem erstmals einen Exkurs zu den umweltrelevanten Auswirkungen von La-Stellen.

In den wöchentlich erscheinenden sog. La-Verzeichnissen sind alle Geschwindigkeitsreduzierungen abweichend zum VzG aufgeführt. Nach der Auswertung dieser La-Verzeichnisse ergibt sich für das Jahr 2010 ein umfangreiches Gesamtbild über Anzahl, Länge, Ursachen und Auswirkungen von La-Stellen in NRW.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich sowohl die Anzahl als auch die Länge der La-Stellen von 2009 nach 2010 deutlich verringert haben. Dennoch sind 2010 weiterhin dauerhafte La-Stellen im gesamten Jahresverlauf aufgefallen, die teilweise bereits 2009 vorhanden waren. Die Auswirkungen dieser dauerhaften La-Stellen werden in dem vorliegenden Bericht mit Hilfe einer Berechnung des Fahrzeitverlustes/Tag ermittelt. In Abhängigkeit der Lage und Höhe des Geschwindigkeitseinbruchs sowie der verkehrlichen Bedeutung des betroffenen Streckenabschnitts summieren sich die Fahrzeitverluste über den Tag von wenigen Sekunden bis zu über einer Stunde auf. Für diese dauerhaften Langsamfahrstellen bestehen unterschiedliche Planungsstände zur Beseitigung der Mängel, welche im Qualitätsbericht perspektivisch dargestellt werden. Zusammen gilt es nun, die geplanten Maßnahmen umzusetzen.

Im kommenden Jahr wird das KC ITF NRW auch die Erstellung des Qualitätsberichtes zur Betriebsqualität in NRW übernehmen, der in diesem Jahr letztmalig vom VRR erarbeitet wird. Die Ergebnisse sollen künftig mit den Ergebnissen der Netzzustandsanalyse abgeglichen werden, so dass für das Jahr 2011 ein umfassender Blick auf die Qualität des SPNV und die Ursachen der Mängel erfolgen kann.

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  • Uli Beele

    Uli Beele

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