Führungswechsel im NWL in schwierigen Zeiten: Neues Stationspreissystem bedroht die Finanzierung des regionalen Bahnverkehrs

Die Verbandsversammlung des NWL wählte am 13. Januar 2011 turnusmäßig den Verbandsvorsteher für die Jahre 2011–2013. Neue Spitze des NWL ist Dr. Hermann Paßlick, im Hauptberuf Vorstandsmitglied und Verkehrsdezernent des Kreises Borken.

Der bisherige Verbandsvorsteher, Winfried Stork (Kreisdirektor Hochsauerlandkreis) wies in seiner Abschiedsrede auf die großen Erfolge für den westfälischen Schienenpersonennahverkehr durch den konsequenten Wettbewerb hin, der sich besonders in der Qualität des Verkehrsangebotes zeige, was auch zu einer erhebliche Steigerung der Fahrgastzahlen führte. Dies gelte es künftig zu sichern und nach Möglichkeit weiter auszubauen.

Burkhard Bastisch, Dr. Hermann Paßlick, Winfried Stork (v.l.n.r.)

Herr Dr. Paßlick sprach nach Übernahme der Amtsgeschäfte besonders die künftigen finanziellen Risiken, wie z. B. durch das neue Stationspreissystem der DB AG an. Durch die seit Anfang Januar 2011 geltenden neuen Kosten für die Nutzung der Bahnhöfe drohen dem NWL jährliche Mehrkosten von rund 7,8 Millionen Euro. Dies würde bei unveränderten finanziellen Rahmenbedingungen bereits in den kommenden Jahren zu gravierenden Problemen führen, die sich auch auf die anstehende Revision der SPNV-Finanzierung auf NRW-Ebene auswirken. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Wettbewerbs im SPNV sei der beste Weg, um der Krise zu begegnen.

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Paul Breuer (Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein) dankte Herrn Stork für dessen enormes Engagement bei der Führung des NWL in den letzten drei Jahren. Dem Nachfolger Dr. Paßlick wünschte er trotz der zahlreichen Herausforderungen eine erfolgreiche Zeit im NWL.


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    Uli Beele

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