3,2 Millionen Euro für die Neugestaltung der Umgebung des Kamener Bahnhofs

Die Stadt Kamen hat ein städtebauliches Maßnahmenpaket geschnürt, um den Kamener Bahnhof und dessen Umfeld attraktiver zu machen und verkehrlich zu optimieren. Damit soll eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung an den Schienenverkehr und die Stärkung des Park & Ride- und Bike & Ride-Angebotes im Bahnhofsumfeld erreicht werden.

Der bestehende Busbahnhof wird dazu aufgelöst und an zwei Haltezonen unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude und seitlich neben dem neu geplanten Parkhaus neu errichtet. Damit entstehen sechs Busstellplätze und drei Warteplätze sowie vier Fahrgastunterstände mit zwölf Bänken im Bereich der Aufenthaltsflächen.

Zum Einsatz kommt dann auch ein dynamisches Fahrgastinformationssystem, dass den Fahrgästen stets die tatsächlichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Busse und auch Verspätungen etc. melden kann. Je Bussteig werden ein Anzeigedisplay, zusätzlich ein Informationspunkt am Bahnsteigzugang und ein Monitor innerhalb des Bahnhofsgebäudes installiert.

Das Parkhaus vor dem Bahnhof wird abgebrochen, vergrößert und attraktiver gestaltet und am leicht nach Westen verschobenen Standort neu errichtet. Mit dann 418 Stellplätzen wird eine Verdoppelung des bisherigen Angebots erreicht. Auch rund 100 kostenfreie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder werden entstehen.

Westlich neben dem Empfangsgebäude und entlang der Westseite des neuen Parkhauses sollen weitere Park & Ride-Parkplätze angelegt werden. Darüber hinaus ermöglicht die Verlagerung des Hauptverkehrsstroms aus der Bahnhofsstraße heraus die Umgestaltung dieses Straßenraums. Hier können 88 zusätzliche P+R-Stellplätze geschaffen werden, davon zwei für Behinderte.

Durch dieses Maßnahmenpaket entsteht für die Reisenden eine wesentlich bequemere und schnellere Möglichkeit, vom Bus, Rad oder Pkw zur Bahn und umgekehrt zu kommen. Damit wird nicht nur die verkehrliche Gesamtsituation dieses zentralen Verkehrsknotens erheblich verbessert, sondern auch die Funktionalität und Attraktivität des ÖPNV in Kamen gesteigert, betont der Kamener Bürgermeister Hermann Hupe.

Von den Gesamtausgaben in Höhe von 4.361.300 Euro sind insgesamt 4.238.100 Euro zuwendungsfähig im Sinne des ÖPNV-Gesetzes für NRW, so dass bei einem Fördersatz von 75 % eine Zuwendung von 3.178.600 Euro bewilligt wird.

Winfried Stork, Verbandsvorsteher des NWL: Die Entwicklung des Bahnhofes in Kamen und seines Umfeldes sind beispielhaft für die gesamte Region. Mit den geplanten Maßnahmen wird ein weiterer wesentlicher Bestandteil für eine moderne Verkehrsstation realisiert.

Dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) wurde mit dem Inkrafttreten des neuen ÖPNV-Gesetzes für NRW zum 1. Januar 2008 die Aufgaben der Förderung von Investitionen im Nahverkehr übertragen. Diese Förderung wurde zuvor von den Bezirksregierungen bewilligt. Der NWL ist die Dachorganisation der westfälischen Zweckverbände, die die Verkehrsleistungen auf der Schiene bestellen.

Hauptssitz des NWL ist Unna.


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Ansprechpartner

  • Uli Beele

    Uli Beele

    – Pressesprecher –

    Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
    Friedrich-Ebert-Straße 19
    59425 Unna
    02303 9526312

    u.beele@nwl-info.de


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