285 Millionen Euro für Bahnhöfe und Bahnstrecken in Westfalen-Lippe: Förderprogramm wurde vom NRW-Verkehrsausschuss beschlossen

Der Verkehrsausschuss des Landtages hat am 12. Juni 2008 das Förderprogramm und den Finanzierungsplan für ÖPNV-Investitionsmaßnahmen für NRW beschlossen. Die Vorhaben sollen im Zeitraum bis 2013 realisiert oder begonnen werden.

Grundlage dieses Beschlusses waren unter anderem die Vorschläge des Zweckverbandes NWL für den Verkehrsraum Westfalen-Lippe. Dabei hat der NWL sehr eng mit den Regionalräten der Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold und Münster kooperiert. Das Förderprogramm enthält landesweit insgesamt 229 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von circa 2,5 Milliarden Euro. Davon entfallen bereits circa 1,8 Milliarden Euro auf Großvorhaben wie die Betuwe-Linie, die Wuppertaler Schwebebahn und auf Großbahnhöfe wie Dortmund Hbf, Essen Hbf, Duisburg Hbf und Münster (Westf) Hbf.

Im Raum Westfalen-Lippe wurden aus dem regionalen Vorschlag alle 74 Bahnhofsvorhaben in das Förder-Programm übernommen. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 245 Millionen Euro. Dabei sind sowohl bereits begonnene Maßnahmen als auch völlig neue Vorhaben. Sämtliche Bahnhofsvorhaben sind in der beiliegenden Liste alphabetisch aufgeführt. In sehr kurzer Zeit hat der neue Verkehrsraum Westfalen-Lippe hier seine Handlungsfähigkeit bewiesen und ein regionales Maßnahmenpaket abgestimmt, so der Verbandsvorsteher des NWL Winfried Stork. Er dankte dem Land für den konstruktiven Umgang mit den Maßnahmenvorschlägen des NWL.

Bei den Bahnhofsmaßnahmen handelt es sich überwiegend um den mobilitätsgerechten Ausbau der Stationen, zum Beispiel durch den Einbau von Fahrstühlen und die Anhebung der Bahnsteighöhen. Aber auch die Fahrgastinformation, der Witterungsschutz und weitere Ausstattungen gehören zum Programm. Für den westfälischen Raum bedeutet dies einen weiteren wichtigen Impuls zur baulichen Aufwertung gerade auch von kleinen und mittleren Bahnhöfen, was besonders im ländlichen Bereich seit geraumer Zeit dringend notwendig ist. Letztlich sind die Verkehrsstationen das Eingangstor zum SPNV, so Verbandsvorsteher Winfried Stork weiter.

Insgesamt wurden auch vier Streckenmaßnahmen in das Programm aufgenommen. Für den Abschnitt Marienheide – Meinerzhagen wurden die Weichen für den weiteren Ausbau gestellt, um nach Realisierung der Infrastrukturmaßnahmen die Züge von Köln über Gummersbach weiter nach Meinerzhagen führen zu können.

Bei der Strecke Siegen – Dillenburg und bei der Sennebahn (Bielefeld – Schloss Holte – Paderborn) soll die Streckengeschwindigkeit erhöht und somit die Reisezeit verkürzt werden, bei der Sennebahn auch das Angebot in der Hauptverkehrszeit ausgeweitet werden.

Bei der Strecke Münster – Coesfeld soll die Kapazität der Strecke durch Ausbaumaßnahmen erweitert werden, um das SPNV-Angebot der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Nachfrage anpassen zu können.

Die Strecke Münster – Gronau wurde als Reservemaßnahme aufgenommen.

Auf den NWL und damit auf die Region Westfalen entfallen damit Vorhaben mit Gesamtkosten von 285 Millionen Euro. Davon entfallen auf 63 neue Vorhaben circa 245 Millionen Euro und auf 32 Alt-Vorhaben circa 40 Millionen Euro.

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  • Uli Beele

    Uli Beele

    – Pressesprecher –

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