Qualität ist das, was der Kunde will: Qualitätsbericht 2007 für den SPNV in Westfalen-Lippe

Qualität ist das, was der Kunde will oder Qualität ist, wenn der Kunde zurück kommt und nicht das Produkt, so kann Qualität auch für den SPNV definiert werden.

Im Gegensatz zu den Produkten in der Industrie oder im Handel kann das Produkt SPNV allerdings nicht umgetauscht werden. Der Kunde, der Fahrgast, steht hier im wahrsten Sinne des Wortes im Produktionsprozess der Dienstleistung SPNV. Eine weitere Besonderheit des Produktes SPNV liegt darin, dass die Produzenten, die Eisenbahnverkehrsunternehmen, von der Qualität der Infrastruktur (Bahntrassen und Verkehrsstationen) abhängig sind.

Aus dem Finanzvolumen von rund 340 Millionen Euro für den SPNV im NWL, davon rund 85 Millionen Euro an Fahrgeldern und 255 Millionen Euro an Transferleistungen der öffentlichen Hände im NWL lässt sich zu Recht die Erwartung an eine hohe SPNV-Qualität ableiten. Das Verhältnis der Fahrgeldeinnahmen zu den Transferleistungen signalisiert jedoch auch, dass hier die Kräfte des Marktes durch den NWL unterstützt werden müssen. Der NWL und seine Mitgliedsverbände sehen sich daher als die Anwälte der Fahrgäste gegenüber den Verkehrsunternehmen, was insbesondere durch die neuen Verkehrsverträge und das Vertragscontrolling zum Ausdruck kommt.

Der Qualitätsbericht stellt die Situation des SPNV des Jahres 2007 im NWL dar. Der Blickwinkel der Fahrgäste ist hierbei die Grundlage und der Kerngedanke des Berichts. Gleichzeitig soll damit unterstrichen werden, dass der Fahrgast im Zentrum des NWL-Handelns steht.

Pünktlichkeit

Die Pünktlichkeit wird in den westfälischen Ausschreibungsverträgen mit einer maximalen Verspätung zwischen drei und vier Minuten und im Großvertrag mit der DB mit einer maximalen Verspätung von fünf Minuten definiert. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Pünktlichkeit im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken (2005: 91,97 %, 2006: 89,39 %, 2007: 88,13 %).

Zugausfälle

Die Zugausfälle umfassen sowohl die Ausfälle aufgrund von Störungen als auch die Baustellen bedingten Ausfälle. Insgesamt sind im Jahr 2007 im gesamten Bereich des NWL 462.014 Zugkilometer ausgefallen. Bezogen auf die zu erbringenden Verkehrsleistungen ist dies eine Ausfallquote von 1,45 %.

Zugbehängung

Unter dem Begriff Zugbehängung wird die vertragsgemäße Zugbildung von Lok und der entsprechenden Anzahl der Wagen beziehungsweise der Triebwagen verstanden. Bis auf die Hellertal-Bahn, wo keine Mängel zu verzeichnen waren, liegen die Ausfallwerte zwischen 0,06 % (Emscher-Münster-Netz) und 4,91 % (Haard-Achse und VVOWL-Dieselnetz).

Zugbegleitung

Die Zugbegleiter übernehmen in den Zügen Service-, Sicherheits und Kontrollfunktionen. Die Einsatzquote zwischen 20 und 50 % der zu besetzenden Zugleistungen ist über die Verkehrsverträge durch die NWL-Mitgliedsverbände vorgegeben worden. Die tatsächlich erbrachte Quote liegt zwischen 23,20 % im westfälischen Großvertrag und 58,99 % bei der Westmünsterland-Bahn.

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Ansprechpartner

  • Uli Beele

    Uli Beele

    – Pressesprecher –

    Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
    Friedrich-Ebert-Straße 19
    59425 Unna
    02303 9526312

    u.beele@nwl-info.de


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