Europaweite Ausschreibung für den RE 9, Rhein-Sieg-Express entschieden

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und der Vergabeausschuss des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hatten am 9. April 2008 die Entscheidung getroffen, die Betriebsleistungen des RE 9, Rhein-Sieg-Express zwischen Aachen und Siegen ab Dezember 2010 für die nächsten fünfzehn Jahre durch ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, die Heidekrautbahn, durchführen zu lassen. Diese Entscheidung ist heute am 21. April 2008 nun auch durch den Beschluss des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) bestätigt worden.

Grundlage für die Entscheidung war die Wirtschaftlichkeit, die sich über den angebotenen Preis und das Fahrzeugalter definiert. Dazu Günter Padt, Geschäftsführer des NWL: Alle Bieter haben attraktive Angebote mit neuen Fahrzeugen abgegeben, so dass zukünftig mit einem reduzierten Aufwand für die öffentlich Hand mehr Qualität für die Fahrgäste angeboten wird. Das wirtschaftlichste Angebot wurde von der Heidekrautbahn abgegeben.

Unternehmerisches Handeln fördern

Der Betrieb der Linie soll vertraglich in Form eines Nettovertrages erfolgen. Hierbei liegt die Einnahmen- und Kostenverantwortung in den Händen des künftigen Betreibers. Auf diese Weise fördern die Zweckverbände das unternehmerische Handeln. Um den aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen, haben die Zweckverbände im Rahmen des Verkehrsvertrages außerdem die Möglichkeit, Betriebsleistungsbestellungen zu ändern. Padt: Angesichts der wachsenden Herausforderung an uns, ein qualitativ hochwertiges Angebot bei ständig steigenden Preisen und gleichzeitig sinkenden Zuschüssen der öffentlichen Hand realisieren zu müssen, trägt das Angebot dazu bei, die zukünftige Gestaltung des Nahverkehrs in unserer Region zu sichern. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Mehr Qualität für die Fahrgäste

Die Heidekrautbahn hat nun rund zweieinhalb Jahre Zeit, um sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten: Für die Bahnkunden werden sich deutliche Verbesserungen in der Angebots- und Servicequalität ergeben. Unter anderem ist der Einsatz von neuen leistungsstarken und komfortablen Triebwagen vorgesehen. Die funktionalen und geräumigen Abteile verfügen über eine behindertengerechte Ausstattung, so Günter Padt. Besonderen Wert legten die Zweckverbände im Rahmen der Ausschreibung auch auf die Sicherheit der Fahrgäste: Die Fahrzeuge sind mit Videoüberwachung ausgestattet und in den Abend- und Nachtstunden grundsätzlich mit Zugbegleitern besetzt. Padt: Diese Verbesserungen sind wegweisend und bedeuten einen echten Qualitätssprung – ganz im Sinne unserer Kunden.

Verkehrsvertrag

Gemäß der Vergabeordnung ist nach der Vergabeentscheidung eine zweiwöchige Einspruchsfrist bis zur Zuschlagserteilung einzuhalten. Nach Ablauf dieser Frist wird mit dem Unternehmen ein Vertrag zur Verkehrsdurchführung auf der Grundlage des Ausschreibungsergebnisses abgeschlossen.


Weitere Informationen

Ansprechpartner

  • Uli Beele

    Uli Beele

    – Pressesprecher –

    Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
    Friedrich-Ebert-Straße 19
    59425 Unna
    02303 9526312

    u.beele@nwl-info.de


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