Mit der Preisübergabe am Essener Hauptbahnhof endete die diesjährige Gemeinschaftskampagne Nächster Halt: Kultur
der Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW. Fazit: Glückliche Preisträger, zufriedene Fahrgäste und Veranstalter.
Im Rahmen der Gemeinschaftskampagne Nächster Halt: Kultur
starteten die Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) im Frühsommer diesen Jahres den großen Kunstwettbewerb zum Thema Zugmomente
.
Über 118 Kunstwerke wurden aus allen Teilen des Landes eingereicht. Dabei reichte das Spektrum vom Aquarell zu Ölgemälde, von der Collage zur Fotografie. Die Qual der Wahl hatte nach einer Vorbewertung durch die Internetjury die Endjury bestehend aus den beteiligten Zweckverbänden. Für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen wurden am 17. Dezember 2010 die Gewinner mit attraktiven Preisen belohnt. Die Scheckübergabe erfolgte am Essener Hauptbahnhof.
Der Kunstwettbewerb sowie Schnellzeichner, die mit ihren witzigen und gekonnten Pinselstrichen in den Zugabteilen für tolle Porträts und schmunzelnde und überraschte Fahrgäste sorgten, bildeten den Auftakt zu einer ganzen Serie von kulturellen Aktionen.
Concetta Wilhelm (VRR), Carla Jentsch (1. Preis), Uli Beele (NWL), Svenja Kies (3. Preis), Barbara Schüler (Abellio Rail NRW)Mit der Beteiligung beim RUHR.2010-Kulturhauptstadtprojekt SING – Day of Song
sowie beim bundesweiten Tag der Musik wurde es musikalisch auf den Schienen. Anfang Juni ließen über 600 Chöre mehr als 22.800 Stimmen erschallen. Einige davon fuhren mit in den Nahverkehrszügen und wer von den Fahrgästen wollte, stimmte bei den Liedern Glück auf
und Komm zur Ruhr
mit ein. Ensembles der Westfälischen Schule für Musik aus Münster spielten am Tag der Musik Ende Juni zunächst während der Fahrt auf, um dann am Hauptbahnhof Münster beim Abschlusskonzert zu brillieren. Ausgezeichnet fand diese Idee auch der Deutsche Musikrat, der diese Aktion mit einem bundesweiten Preis auszeichnete.
Schwerpunkt im Herbst war Krimi-Literatur. Hier standen falsche Alibis, heiße Spurensuchen und geheimnisvolle Indizien auf dem Fahrplan: Krimilesungen in Zügen, ein Nachwuchsautorenwettbewerb, ein Krimi-Geocaching in Ostwestfalen sowie Krimi-Events auf der HaardAchse sowie auf der DreiLänderBahn sorgten neben Gänsehautfeeling für viel Abwechslung beim und rund ums Bahnfahren.
Ziel der außergewöhnlichen Aktionen in den Zügen und an ungewöhnlichen Orten war, mehr Menschen vom Erlebnis Bahnfahren sowie von den Vorzügen öffentlicher Verkehrsmittel zu überzeugen. Im stetigen Vergleich mit dem Pkw konnte so gezeigt werden, dass dieser neben dem Umwelt- und Kostenfaktor einen weiteren Mehrwert hat: die Fahrzeit, die ganz individuell von jedem Fahrgast genutzt werden kann – zwar wohl weniger singend oder Schlagzeug spielend, jedoch auf vielfältige andere, persönliche Weise.
Aufgrund der diesjährigen Erfahrungswerte wird an einer Fortsetzung der Gemeinschaftskampagne mit einem neuen Motto und weiteren Beteiligten im Jahr 2011 überlegt.
Uli Beele
– Pressesprecher –
Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
Friedrich-Ebert-Straße 19
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